09 June 2026, 06:25

Mehrheit der Deutschen will Beleidigung von Politikern weiter bestrafen

Mehrheit der Deutschen lehnt Abschaffung der Beleidigung von Politikern ab

Mehrheit der Deutschen will Beleidigung von Politikern weiter bestrafen

Eine neue Umfrage zeigt: Die Mehrheit der Deutschen möchte das Gesetz beibehalten, das die Beleidigung von Politikern unter Strafe stellt. Die von Forsa durchgeführte Erhebung offenbart eine breite Unterstützung quer durch die politischen Lager – trotz des Vorstoßes der Christlich Demokratischen Union (CDU), die Regelung abzuschaffen. Nur eine Minderheit spricht sich für eine Streichung aus, wobei die Meinungen deutlich entlang der Parteigrenzen gespalten sind.

Die Forsa-Umfrage, die am 4. und 5. Juni 2026 mit 1.007 Teilnehmenden durchgeführt wurde, ergab, dass 58 Prozent der Deutschen das Gesetz beibehalten wollen. In Westdeutschland befürworten 59 Prozent die Beibehaltung, in Ostdeutschland sind es 52 Prozent. Lediglich 38 Prozent sind für eine Abschaffung des Straftatbestands, während 4 Prozent unentschieden sind.

Der CDU-Vorschlag, das Gesetz zu streichen, stößt auf Widerstand. Die Sozialdemokraten (SPD) nannten den Zeitpunkt des Plans „unglücklich“. Unter ihren eigenen Wählerinnen und Wählern wollen 84 Prozent der SPD-Anhänger – und ebenso viele CDU/CSU-Sympathisanten – die Regelung behalten.

Die Meinungen gehen zwischen den Parteien deutlich auseinander. Eine deutliche Mehrheit der Wähler der Linken (65 Prozent) und der Grünen (72 Prozent) lehnt eine Abschaffung des Gesetzes ab. Demgegenüber befürworten 60 Prozent der Anhänger der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) dessen Streichung.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Umfrage unterstreicht die klare Spaltung zwischen den politischen Lagern in dieser Frage. Angesichts der Tatsache, dass 58 Prozent der Deutschen für die Beibehaltung des Gesetzes sind, sieht sich die CDU mit erheblicher öffentlicher Opposition konfrontiert. Die Debatte dreht sich nun darum, ob die Partei ihren Kurs trotz fehlender breiter Unterstützung weiterverfolgen wird.

Quelle