Marzahn Pride 2024: Queere Geflüchtete im Fokus – trotz rechtsextremer Schatten
H.-Dieter HuhnMarzahn Pride 2024: Queere Geflüchtete im Fokus – trotz rechtsextremer Schatten
Marzahn Pride veranstaltet in diesem Jahr seinen siebten jährlichen Marsch – organisiert vom Verein Quarteera e.V. Der Auftakt ist um 12 Uhr auf der Allee der Kosmonauten, wo Vanessa Krah und Gordon Lemm die Eröffnungsreden halten. Im Mittelpunkt steht diesmal die Situation von queeren Geflüchteten und Migrant:innen im Bezirk und die Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert sind.
Ab 14:30 Uhr folgt ein Straßenfest im Kiez mit Konzerten, DJs und kulinarischen Angeboten.
In den vergangenen Jahren war der Marzahn Pride wiederholt Ziel von Bedrohungen durch rechtsextreme Gruppen. 2023 hatte die Organisation Deutsche Jugend Voran (DJV) die Veranstaltung ins Visier genommen. Auch durch rechtsextreme Aufkleber und Propaganda wurde versucht, Teilnehmer:innen einzuschüchtern. Fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland wurde im vergangenen Jahr von solchen Gruppen gestört.
Trotz der rechtsextremen Vergangenheit Marzahns sind für 2024 bisher keine organisierten Gegenproteste bekannt. Dennoch ruft Vanessa Krah, die Queer-Beauftragte des Bezirks, zur Vorsicht auf. Sie verweist auf eine Zunahme körperlicher Angriffe und propagandistischer Aktivitäten im Stadtteil.
Der Marsch und das Fest finden wie geplant statt. Die Veranstalter:innen bleiben angesichts früherer Vorfälle und der lokalen rechtsextremen Szene wachsam. Ziel der Aktion ist es, die Sichtbarkeit und Solidarität mit queeren Communities in Marzahn zu stärken.






