31 December 2025, 17:08

Mainz trauert: Prägende Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Sport verstorben

Eine Ausstellungstisch mit verschiedenen Landesflaggen, einer Box, Papieren und einer Fahne, mit einer Kugel zur Linken, einer Bekanntmachungstafel mit Menschen zur Rechten und mehreren Tischen und St√ľhlen im Hintergrund.

Mainz trauert: Prägende Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Sport verstorben

In den vergangenen Wochen sind mehrere prägende Persönlichkeiten aus Rheinland-Pfalz und der Stadt Mainz verstorben. Ihr Wirken erstreckte sich über Politik, Kultur, Sport und Gesundheitswesen und hinterlässt in der Region eine nachhaltige Spur.

Unter den Verstorbenen waren Wegbereiter der Karnevalstradition, engagierte Behindertenvertreter und verdiente Persönlichkeiten des öffentlichen Dienstes, die sich jahrzehntelang mit Hingabe für ihre Bereiche einsetzten.

In der Politik verlor die Region mit Bernhard Vogel eine Schlüsselfigur der deutschen Politikgeschichte. Der ehemalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, der das Amt zwölf Jahre lang innehatte, wechselte anschließend für weitere elf Jahre als Regierungschef nach Thüringen. Sein Einfluss reichte weit über die Landesgrenzen hinaus und prägte bundesweite politische Debatten.

Ein weiterer Verlust für die Landespolitik ist der Tod von Herbert Mertin, dem rheinland-pfälzischen Justizminister, der im Alter von 66 Jahren verstarb. Seit 2016 leitete er das Ressort und arbeitete dabei mit Kollegen wie Heiko Maas zusammen, der das Ministerium in zwei verschiedenen Amtszeiten mitgestaltete.

Die Mainzer Kulturszene trauert um zwei Legenden des Karnevals: Dieter Wenger, den langjährigen Chef-Wagengestalter des Mainzer Carnaval-Vereins (MCV), der mit 84 Jahren starb. Über sechs Jahrzehnte hinweg entwarf er die ikonischen Motivwagen, die den Rosenmontagszug der Stadt prägten. Ebenfalls verstorben ist Elisabeth Klöver, die mit 85 Jahren die Leitung des MCV-Gardeballetts innehatte. Unter ihrer Ägide entwickelten sich die Tanzdarbietungen zu einem festen Bestandteil der Mainzer Karnevalsfeiern. Die Stadt verliert zudem mit Barbara Rupp die langjährige Vorsitzende des Fördervereins des Mainzer Unterhaus. Von 1983 bis 2008 spielte sie eine zentrale Rolle bei der Entwicklung des Hauses zu einem kulturellen Leuchtturm. Marita Boos-Waidosch, die Behindertenbeauftragte der Stadt Mainz, verstarb nach 25 Jahren im Amt. Von 1993 bis 2018 setzte sie sich unermüdlich für Barrierefreiheit und Inklusion in der Stadt ein.

Im Sport hinterlässt Holger Bernhardt, ehemaliger Torwart des 1. FSV Mainz 05, eine Lücke. Der 52-Jährige kam bei einem Verkehrsunfall in Basel ums Leben. Seine Karriere beim Verein bleibt den Fußballfans der Region in Erinnerung.

Auch Medien und Gesundheitswesen müssen Abschied nehmen: Ekkehardt Gahntz, ein erfahrener ZDF-Nachrichtenjournalist, verstarb mit 79 Jahren. Mehr als 25 Jahre prägte er die Nachrichtensendungen des Senders. Dr. Thomas Flohr, Onkologe am Mainzer Zentrum für Hämatologie und Onkologie, starb mit nur 57 Jahren. Seine Arbeit gab vielen Krebspatienten durch moderne Therapien neue Hoffnung. Zudem verstarb überraschend Ulf Glasenhardt, Veranstaltungskoordinator im Kulturclub Schon Schön. Seit 2022 bereicherte er mit seinem Engagement die lebendige Mainzer Kunstszene.

Der Tod dieser Persönlichkeiten markiert das Ende ganzer Epochen in ihren jeweiligen Bereichen. Ihr Wirken in Politik, Kultur, Sport und Gesundheitswesen hat Rheinland-Pfalz und Mainz über Generationen hinweg geprägt.

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Mit Trauerfeiern und Würdigungen wird die Region in den kommenden Tagen an ihr Vermächtnis und ihre Verdienste erinnern.