18 March 2026, 04:28

Lufthansa will Pilotenrente radikal umbauen – und riskiert neuen Streit mit der Gewerkschaft

Schwarzes und weißes Foto von zwei Männern in einem Flugzeugcockpit, einer sitzt im Pilotensitz und trägt eine Uniform, der andere steht neben ihm, beide haben ernste Gesichter.

Lufthansa schlägt neues Deal zu Pilotenkontroversen vor - Lufthansa will Pilotenrente radikal umbauen – und riskiert neuen Streit mit der Gewerkschaft

Lufthansa drängt auf grundlegende Reform der Pilotenrente Die Fluggesellschaft strebt eine weitreichende Umgestaltung ihres Rentensystems für Piloten an. Geplant ist die Abschaffung der sogenannten Überbrückungszahlungen für den vorzeitigen Ruhestand – die freiwerdenden Mittel sollen stattdessen genutzt werden, um die regulären Rentenleistungen um bis zu 50 Prozent zu erhöhen. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Konflikte mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC), die bereits zu zwei Streikwellen geführt haben.

Das vorgeschlagene Modell orientiert sich an den Systemen von KLM und British Airways, wo die Altersvorsorge vollständig in die betriebliche Rente integriert ist – ohne separate Regelungen für den vorzeitigen Ausstieg.

Bisher sieht das Lufthansa-Rentensystem vor, dass Piloten, die vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter von 65 Jahren in den Ruhestand gehen, eine Überbrückungsrente erhalten. Die Airline argumentiert jedoch, dass diese Leistung für jene entfällt, die bis zum regulären Renteneintritt weiterarbeiten. Mit dem neuen Konzept würde die Überbrückungsrente komplett gestrichen und die eingesparten Mittel in höhere Rentenleistungen für alle Piloten umgelenkt.

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Lufthansa betont, dass durch diese Umstellung die Renten um bis zu 50 Prozent steigen könnten – und das ohne zusätzliche Kosten. Zudem versichert das Unternehmen, dass Kollegen, die kurz vor dem Anspruch auf die Überbrückungsrente stehen, diese im Rahmen von Übergangsregelungen weiterhin erhalten würden. Die Vereinigung Cockpit verweist ihrerseits auf KLM und British Airways als positive Beispiele für integrierte Rentensysteme, bei denen die Pilotenrente vollständig über betriebliche Pläne abgedeckt wird – ohne separate Frühverrentungsregelungen.

Die Verhandlungen bleiben angespannt: Die Gewerkschaft hat bereits zwei Streikrunden wegen des Konflikts organisiert. Lufthansa beharrt darauf, dass ihr Modell ein faireres System schafft, bei dem kein Pilot Nachteile hat, wenn er bis 65 arbeitet.

Die geplanten Änderungen würden die Überbrückungsrente abschaffen, gleichzeitig aber die Rentenleistungen deutlich erhöhen. Sollte das neue System umgesetzt werden, würde Lufthansa damit an die Praxis anderer großer Airlines anschließen. Wie die Gewerkschaft reagiert und ob es zu weiteren Arbeitskampfmaßnahmen kommt, wird den Ausgang der Verhandlungen entscheidend prägen.

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