04 February 2026, 05:30

"Licht für alle": Ein Gottesdienst in Tiefenort berührt tausend Herzen

Ein Altar in einer Kirche mit einem Kreuz, Statuen, Blumensträußen, Kerzen, einem tuchbedeckten Tisch und anderen Gegenständen, an den Wänden mit Lichtern geschmückt.

"Licht für alle": Ein Gottesdienst in Tiefenort berührt tausend Herzen

Licht für alle: Ein Gottesdienst bewegt Tiefenort

Rund 1.200 Menschen strömten am 1. Februar 2026 in die St.-Petri-Kirche in Tiefenort, um am Licht für alle-Gottesdienst teilzunehmen. Trotz eisiger Temperaturen und eines vollen Dorfveranstaltungskalenders war die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Abend verband Musik, Theater und Besinnung zu einer frischen, modernen Form des Gottesdienstes.

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Die Feier entfaltete sich wie eine Reise – sie führte die Besucher vom Alltag hinein in die bildhafte Welt der Offenbarung des Johannes. Dramatische Szenen setzten den Ton, während die Predigt Jesu Vision als ein hell lodernendes Feuer im Inneren deutete: ein Licht, das den Weg erleuchtet, statt schwach unter einer Abendzeitung zu flackern.

Statt klassischer Orgelmusik herrschte eine fast intime Club-Atmosphäre. Hunderte Lichter tauchten den Raum in warmes Licht, während The Quiet Side auftrat. Ihr handgemachter Sound – eine Mischung aus Gitarre, Cajón und Mundharmonika – wurde von Pfarrer Thomas Volkmann am Keyboard begleitet. Das Programm reichte vom ergreifenden Kyrie eleison über Beatles-Klassiker bis zu ostdeutschen Rockballaden.

Einer der berührendsten Momente war, als die Besucher Kerzen in einem großen schmiedeeisernen Fisch entzündeten – ein Symbol für persönliche Hoffnungen und Gebete. Viele empfingen auch individuelle Segensworte, was ein Gefühl von Verbundenheit und Ermutigung schuf. Die offene Türpolitik der Kirche ließ die Gespräche noch lange nach dem offiziellen Ende weiterfließen; viele blieben draußen stehen und genossen die gemeinsame Wärme des Abends.

Besonders überraschend war der hohe Anteil junger Teilnehmer. Die Veranstalter hatten bewusst auf eine einladende, moderne Ausrichtung gesetzt – und die Resonanz zeigte, dass sie damit einen Nerv getroffen hatten.

Der Licht für alle-Gottesdienst verband Musik, Symbolik und Gemeinschaft auf eine Weise, die die Besucher tief berührte. Mit seiner Mischung aus Tradition und Innovation hinterließ der Abend sowohl bei der Gemeinde als auch im gesamten Dorf einen bleibenden Eindruck. Nun blickt die Kirche gespannt darauf, wie dieser Erfolg künftige Veranstaltungen prägen könnte.