05 June 2026, 13:49

Lehrergehälter: Bis zu 8.700 Euro Unterschied zwischen den Bundesländern

In welchem deutschen Bundesland verdienen Lehrer am meisten?

Lehrergehälter: Bis zu 8.700 Euro Unterschied zwischen den Bundesländern

Lehrergehälter in Deutschland unterscheiden sich stark – je nach Bundesland, Schulform und Beschäftigungsstatus

Die Unterschiede bei den Lehrergehältern in Deutschland sind beträchtlich und hängen von der Region, der Schulart und dem Anstellungsverhältnis ab. Die Differenz zwischen den Bundesländern mit den höchsten und den niedrigsten Gehältern beträgt mittlerweile rund 8.700 Euro pro Jahr. Diese Ungleichheiten gehen auf die regionalen Tarifverträge sowie die anhaltende Kluft zwischen ost- und westdeutschen Bundesländern zurück.

Mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 56.000 Euro zahlt Schleswig-Holstein derzeit die höchsten Lehrergehälter. Es folgen Hamburg (54.200 Euro) und Rheinland-Pfalz (54.000 Euro). Bayern, das in offiziellen Gehaltsvergleichen oft weit vorne liegt, rangiert mit 52.800 Euro auf Platz fünf.

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Am unteren Ende der Skala liegt Mecklenburg-Vorpommern mit einem Durchschnittsgehalt von 47.400 Euro. Auch Thüringen (48.400 Euro) und Sachsen-Anhalt (49.200 Euro) zählen zu den Schlüsslern. Die Unterschiede erklären sich daraus, dass die Bildungspolitik – und damit auch die Lehrerbesoldung – in Deutschland Ländersache ist.

Ein zentraler Faktor bleibt die Ost-West-Gehaltsscheide. Da in den ostdeutschen Bundesländern in den kommenden Jahren viele Lehrkräfte in den Ruhestand gehen, könnte der Druck auf höhere Löhne weiter steigen. Zudem gibt es Unterschiede zwischen verbeamteten Lehrkräften, angestellten Lehrern sowie zwischen den verschiedenen Schulformen.

Die Gehaltskluft unterstreicht die anhaltenden regionalen Ungleichheiten im deutschen Bildungssystem. Da die Länder die Besoldung selbst regeln, werden die Differenzen vorerst bestehen bleiben. Mit dem Ausscheiden weiterer Lehrkräfte in den nächsten Jahren könnte der Druck auf Anpassungen jedoch zunehmen.

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