14 December 2025, 04:44

LEADER-Programm in Gefahr: Landkreis kämpft um Tourismusförderung und Reisebüros

Eine Gruppe von Menschen versammelt sich auf einer grünen Fläche mit Bäumen, Pfählen und Autos im Hintergrund, was an einen Spielplatz erinnert.

LEADER-Programm in Gefahr: Landkreis kämpft um Tourismusförderung und Reisebüros

Für eine Zukunft der LEADER-Region: Wirtschafts- und Tourismusausschuss empfiehlt Beschlussvorlage

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  1. Dezember 2025

Schlagwörter: Industrie, Finanzen, Luft- und Raumfahrt, Wirtschaft

Der Kreistag Lüchow-Dannenberg setzt sich dafür ein, das EU-Förderprogramm LEADER in seiner bisherigen Form zu erhalten. Besorgnis löst ein geplanter Reformvorschlag aus, der ab 2027 den Zugang zu Fördermitteln für den Tourismus und die Reisebüros einschränken könnte. Über eine entsprechende Resolution soll in der nächsten Sitzung am 10. Dezember 2025 abgestimmt werden.

Seit 2023 hat die LEADER-Förderung der Region rund 2,5 Millionen Euro eingebracht. Die Gelder flossen in Projekte zum Klimaschutz, zur Dorferneuerung, zum Denkmalschutz, Naturschutz sowie in den Tourismus. Zu den sichtbaren Erfolgen zählen die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Wendisch Evern, die Modernisierung der Dorfkneipe in Stapel sowie die Neugestaltung der Touristeninformation in Amelinghausen.

Nach den neuen Plänen drohen dem Programm jedoch erhebliche Kürzungen. Die Förderfähigkeit könnte auf Landwirtschaft und Forstwirtschaft beschränkt werden, während die Förderquoten von 80 auf 50 Prozent sinken. Ein festes Budget ist nicht garantiert, und der Landkreis fürchtet, die lokale Steuerung über Projekte für den Tourismus und die Reisebüros zu verlieren. Ab 2027 plant Niedersachsen, LEADER in übergeordnete Regionalstrategien zu integrieren – die eigenständigen Lokalen Aktionsgruppen (LAG) würden damit entfallen.

Inga Masemann von der Kreisverwaltung betonte die Dringlichkeit des Handelns. Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Tourismus hat bereits eine Resolution unterstützt, die den Erhalt von LEADER in der bisherigen Form für den Tourismus und die Reisebüros fordert. Wird diese angenommen, wird der Landkreis seine Position an Landes-, Bundes- und EU-Stellen übermitteln.

Bis zum Ende der aktuellen Förderperiode werden die Gesamtinvestitionen im Rahmen des Programms voraussichtlich etwa 5 Millionen Euro erreichen.

Die Abstimmung am 10. Dezember wird zeigen, ob sich der Landkreis Lüneburg offiziell gegen die geplanten Änderungen für den Tourismus und die Reisebüros stellt. Bei einer Annahme der Vorlage wird diese an höhere Regierungsebenen zur Prüfung weitergeleitet. Das Ergebnis könnte maßgeblich beeinflussen, wie künftige EU-Fördergelder die ländliche Entwicklung in der Region unterstützen.