06 January 2026, 01:09

KI und Sensoren sollen Radfahrer:innen im Straßenverkehr besser schützen

Mehrere Fahrräder sind in der Nähe einer Briefkasten mit einem Sicherheitskegel darauf geparkt, mit einem Plakat an einer Wand im Hintergrund und einem Weg am unteren Rand des Bildes.

KI und Sensoren sollen Radfahrer:innen im Straßenverkehr besser schützen

Ein neues Forschungsprojekt will das Radfahren sicherer machen, indem es die Erkennung von Radfahrer:innen durch Fahrzeuge verbessert. Die Initiative BikeDetect, geleitet von der Universität Oldenburg, entwickelt ein Assistenzsystem für Autos und Lkw. Ziel ist es, die optimale Kombination von Sensoren zu finden, um Radfahrer:innen zuverlässig zu erkennen und den Abstand zwischen ihnen und den Fahrzeugen präzise zu messen.

Verantwortet wird das Projekt von Professor Dr.-Ing. Jorge Marx Gómez an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Sein Team testet verschiedene Technologien, darunter Ultraschall-, Radar- und optische Sensoren zur Abstandsmessung. Zudem kommen LiDAR, 3D-Kameras und Wärmemessungen zum Einsatz, um Personen auf Fahrrädern zu identifizieren.

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Ein KI-System wird die gesammelten Daten auswerten, um Radfahrer:innen effizienter zu erkennen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) fördert das auf 18 Monate angelegte Vorhaben mit rund 200.000 Euro im Rahmen seines Innovationsprogramms für kleine und mittlere Unternehmen. Für Oktober sind Feldtests in Osnabrück geplant, bei denen ein Forschungfahrzeug die Sensortechnik unter realen Bedingungen auf der Straße erproben soll. Die Stadt unterstützt die Auswahl abwechslungsreicher Strecken, um sicherzustellen, dass das System unter verschiedenen Bedingungen funktioniert. Beteiligt ist auch das lokale Unternehmen iotec GmbH, während Osnabrück als assoziierter Partner mitwirkt.

Bei Erfolg könnte das Projekt zu verbesserten Sicherheitssystemen für Autofahrer:innen und Radfahrer:innen führen. Langfristig ließe sich die Technologie in Nutzfahrzeugen einsetzen, um Unfälle zu reduzieren. Die Ergebnisse werden mit Verkehrsbehörden und Industriepartnern geteilt, um die Weiterentwicklung voranzutreiben.