Jungheinrich-Verhandlungen in Lüneburg: Streik pausiert, Zukunft ungewiss
Lidia HartungVerhandlungen bei Jungheinrich: IG Metall sagt Kundgebung ab - Jungheinrich-Verhandlungen in Lüneburg: Streik pausiert, Zukunft ungewiss
Verhandlungen über die Zukunft des Jungheinrich-Werks in Lüneburg haben zwischen der Unternehmensführung und den Arbeitnehmervertretern begonnen. Die Gewerkschaft IG Metall sagte eine geplante Pressekonferenz und eine Protestaktion ab, nachdem sich beide Seiten darauf geeinigt hatten, die Gespräche in die kommende Woche zu verlängern.
Die Belegschaft am Standort streikt seit dem 20. November unbefristet – ausgelöst durch die Ankündigung des Unternehmens, 190 Arbeitsplätze im industriellen Bereich abzubauen.
Im Mittelpunkt der Verhandlungen stehen Abfindungsregelungen, darunter ein Sozialplan sowie eine betriebliche Sozialvereinbarung. Gewerkschaftsmitglieder könnten durch die vorgeschlagenen Pakete zusätzliche Leistungen erhalten. Zudem ist eine Interessenausgleichsvereinbarung Teil der Verhandlungen.
Beide Seiten haben nun weitere Verhandlungen von Montag bis Donnerstag der kommenden Woche angesetzt. Das Unternehmen beabsichtigt, 140 Büroarbeitsplätze zu erhalten, hat jedoch den Wegfall von 190 Industriejobs bestätigt. Die aktuelle Gesamtzahl der Beschäftigten am Standort bleibt unklar.
Die Entscheidung der IG Metall, die Proteste abzusagen, deutet auf eine vorläufige Unterbrechung der Arbeitskampfmaßnahmen hin. Dennoch bleibt die Belegschaft im Streik, solange die Verhandlungen andauern.
Das Ergebnis der Gespräche in der nächsten Woche wird über die Höhe der Abfindungen und mögliche Sozialleistungen für die betroffenen Mitarbeiter entscheiden. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnte der Streik wiederaufgenommen oder sogar ausgeweitet werden. Die künftigen Betriebsabläufe des Werks hängen von den Ergebnissen dieser Verhandlungen ab.
