Josef Burgdorf: Wie ein Osnabrücker Journalist den NS-Widerstand prägte
H.-Dieter HuhnJosef Burgdorf: Wie ein Osnabrücker Journalist den NS-Widerstand prägte
Vortrag beleuchtet das Leben von Josef Burgdorf – eine Schlüsselfigur des Osnabrücker Widerstands gegen den Nationalsozialismus
Am 29. Januar findet ein Vortrag statt, der sich mit dem Wirken Josef Burgdorfs beschäftigt, einer zentralen Persönlichkeit des Widerstands in Osnabrück gegen das NS-Regime. Die Veranstaltung thematisiert, wie Burgdorf und sein Untergrundnetzwerk sich während der Machtergreifung der Nationalsozialisten zur Wehr setzten. Die Historiker Heiko Schulze und Martina Sellmeyer leiten die Diskussion in der Villa im Museumsquartier.
Josef Burgdorf, 1895 geboren, entwickelte sich zum schärfsten journalistischen Kritiker der Nazis in Osnabrück. Unter dem Pseudonym "ILEX" veröffentlichte er mutige Artikel in der Freien Presse, bis die Zeitung im Februar 1933 verboten wurde. Nach Hitlers Machtübernahme verlegte Burgdorf seinen Widerstand in den Untergrund und organisierte in der Stadt eine Gesellschaft von Widerständlern.
Der anstehende Vortrag ist Teil der Reihe "Topografien des Terrors", die sich mit den regionalen Auswirkungen des Nationalsozialismus und seinen langfristigen Folgen für demokratische Gesellschaften auseinandersetzt. Die Teilnehmer erfahren mehr über Burgdorfs Widerstand, die Risiken, denen er sich aussetzte, sowie den weiteren Kontext des Widerstands in Niedersachsen.
Beginn der Veranstaltung ist um 18:30 Uhr, der Eintritt beträgt 3 Euro. Für unter 18-Jährige ist der Besuch kostenfrei, um einem breiten Publikum den Zugang zu dieser historischen Aufarbeitung zu ermöglichen.
Der Vortrag findet in der Villa des Museumsquartiers statt und bietet die Gelegenheit, mehr über lokale Widerstandsbestrebungen während einer der dunkelsten Phasen der deutschen Geschichte zu erfahren. Schulze und Sellmeyer werden in ihrem Beitrag Burgdorfs Rolle, die Herausforderungen des UntergrundWiderstands sowie die Lehren für heutige offene Gesellschaften in den Mittelpunkt stellen.
