17 June 2026, 18:48

Italo kommt 2028: Mehr Wettbewerb auf deutschen Hochgeschwindigkeitsstrecken?

Pro Bahn fordert Schutzvorkehrungen für den Einstieg von Italo ins deutsche Fernverkehrsgeschäft

Italo kommt 2028: Mehr Wettbewerb auf deutschen Hochgeschwindigkeitsstrecken?

Pro Bahn begrüßt geplanten Markteintritt des italienischen Hochgeschwindigkeitsanbieters Italo in Deutschland

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Der Fahrgastverband Pro Bahn hat den geplanten Einstieg des italienischen Hochgeschwindigkeitsbahnbetreibers Italo in den deutschen Fernverkehr ab 2028 positiv aufgenommen. Das Unternehmen will auf zentralen Strecken wie Berlin–München und Köln–Frankfurt–München neue Verbindungen anbieten. Die Fahrgastvertretung sieht darin eine Chance für mehr Wettbewerb, fordert die Politik jedoch auf, zuvor klare Regeln zu schaffen.

Italo plant, auf einigen der meistfrequentierten Fernverkehrsstrecken Deutschlands zu fahren – darunter Berlin–München, München–Hamburg sowie Köln–Frankfurt–München. Durch den Markteintritt des italienischen Anbieters könnten Reisende auf diesen Relationen künftig mehr Auswahl erhalten.

Pro Bahn hat jedoch mehrere Bedingungen für einen fairen Wettbewerb formuliert. Gefordert wird ein einheitliches Tarifsystem, das alle Fernverkehrsanbieter umfasst – inklusive Zeitkarten und Rabatte wie die BahnCard. Zudem verlangt der Verband eine unabhängige nationale Behörde, die für die Streckenvergabe und den Service zuständig ist. Der stellvertretende Bundesvorsitzende Michael Koch betonte, dass der Wettbewerb allen Fahrgästen im gesamten Land zugutekommen müsse – und nicht nur auf den profitablen Strecken.

Die Organisation warnt davor, dass neue Anbieter sich lediglich die lukrativsten Verbindungen herauspicken könnten. Dies berge die Gefahr, dass weniger rentable Regionen mit schlechteren Angeboten dastehen. Pro Bahn besteht darauf, dass jeder neue Zugang zu den Gleisen rechtlich so gestaltet sein muss, dass bestehende Regionalverkehre nicht verdrängt oder benachteiligt werden.

Der Markteintritt von Italo im Jahr 2028 könnte die deutsche Fernverkehrslandschaft grundlegend verändern. Die von Pro Bahn vorgeschlagenen Schutzmechanismen und Regulierungen zielen darauf ab, fairen Wettbewerb und flächendeckende Vorteile für Fahrgäste zu sichern. Ohne solche Maßnahmen befürchtet der Verband eine ungleiche Verteilung der Angebote und Nachteile für bestimmte Regionen.

Quelle