17 June 2026, 16:23

Italo drängt 2028 mit Hochgeschwindigkeitszügen auf deutsche Strecken – und löst Alarmstimmung aus

Gewerkschaft: Italo-Züge könnten Städte vom Fernverkehr abkoppeln

Italo drängt 2028 mit Hochgeschwindigkeitszügen auf deutsche Strecken – und löst Alarmstimmung aus

Italo, der private Bahnbetreiber im Besitz der EVN-Gruppe, plant bis 2028 den Einstieg in den deutschen Fernverkehr. Der Vorstoß löst bei Branchenvertretern und Gewerkschaften Sorgen über die Folgen für bestehende Verbindungen aus.

Das italienische Unternehmen will auf zentralen Strecken verkehren, darunter die Achsen München–Frankfurt–Köln–Dortmund sowie München–Berlin–Hamburg. Michael Peterson, bei der Deutschen Bahn zuständig für den Fernverkehr, warnt, dass bis zu 120 Bahnhöfe von der neuen Konkurrenz betroffen sein könnten. Mindestens 16 Städte drohten dadurch den Anschluss an das ICE- und IC-Netz zu verlieren.

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Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, fordert die Politik auf, klarere Regeln für einen fairen Wettbewerb festzulegen. Auch Christian Bernreiter, Bayerns Verkehrsminister, zeigt sich besorgt über die zusätzliche Belastung der Schienenkapazitäten.Martin Burkert, Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), kritisiert das Vorgehen von Italo scharf: Das Unternehmen dürfe sich nicht auf lukrative Strecken konzentrieren und weniger rentable Verbindungen vernachlässigen. Die Gewerkschaft befürchtet zudem, dass der Markteintritt von Italo zu Kürzungen im Regionalverkehr führen könnte.

Die geplante Expansion des italienischen Anbieters könnte das deutsche Fernverkehrsnetz grundlegend verändern. Deutsche Bahn und Gewerkschaften pochen auf Regulierungen, um bestehende Verbindungen zu schützen und faire Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten. Die Änderungen könnten mit dem Start von Italos Betrieb im Jahr 2028 in Kraft treten.

Quelle