30 May 2026, 10:28

Internationale Studierende kämpfen um Jobs – doch MINT-Absolventen haben bessere Chancen

International grads three times more likely to find work in Germany

Internationale Studierende kämpfen um Jobs – doch MINT-Absolventen haben bessere Chancen

Internationale Studierende in Deutschland sehen sich mit gemischten Berufsaussichten konfrontiert, wenn sie nach ihrem Abschluss auf den Arbeitsmarkt drängen. Während viele Schwierigkeiten haben, eine Anstellung zu finden, stehen die Chancen für Absolventen mit branchenspezifischer Erfahrung und guten Deutschkenntnissen deutlich besser. Die wachsenden Fachkräftemängel im Land – besonders in den MINT-Bereichen – unterstreichen die Dringlichkeit, ausländische Hochschulabsolventen gezielt zu fördern.

Mehr als die Hälfte der internationalen Studierenden in Deutschland belegen MINT-Fächer – genau jene Bereiche, in denen aktuell rund 148.500 Fachkräfte fehlen. Da in den nächsten zehn Jahren zusätzlich 1,85 Millionen Beschäftigte aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden werden, steigt der Bedarf an qualifizierten Absolventen weiter an.

Studien zeigen, dass Studierende, die während ihres Studiums Praktika absolvieren, praxisnahe Abschlussarbeiten in Kooperation mit Unternehmen verfassen oder in fachverwandten Jobs arbeiten, ihre Jobchancen deutlich verbessern. Wer hingegen aus finanzieller Not in branchenfremden Nebenjobs arbeitet, tut sich oft schwer mit dem Berufseinstieg. Auch Deutschkenntnisse spielen eine entscheidende Rolle – selbst in Stellen, die auf Englisch ausgeführt werden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Nur etwa 15 Prozent der internationalen Studierenden haben verpflichtende Deutschkurse in ihrem Studienplan verankert. Diese Lücke hat viele Hochschulen dazu veranlasst, neue Initiativen zu starten, um die Vernetzung mit der Wirtschaft und die Berufsvorbereitung zu stärken. Die Daten offenbaren zudem einen klaren Trend: Absolventen deutscher Hochschulen finden dreimal häufiger eine Anstellung als Migranten, die direkt zur Arbeitsaufnahme einreisen.

Unter denen, die einen Job finden, hatten rund 26 Prozent ursprünglich nur einen kurzen Aufenthalt geplant, entschieden sich später aber für einen langfristigen Verbleib in Deutschland. Insgesamt möchten internationale Absolventen 1,6-mal häufiger dauerhaft bleiben als andere Migrantengruppen.

Die Erkenntnisse zeigen klare Wege auf, wie internationale Studierende ihre Berufsaussichten in Deutschland verbessern können: Praktische Berufserfahrung, Sprachkompetenz und gezielte Unterstützung durch die Hochschulen erhöhen die Chancen auf eine Anstellung deutlich. Angesichts anhaltender Fachkräftemängel könnten diese Absolventen eine Schlüsselrolle dabei spielen, kritische Lücken auf dem Arbeitsmarkt zu schließen.

Quelle