17 January 2026, 13:47

IG-Metall-Chef Gröger warnt vor Sozialkürzungen und fordert Investitionen für Deutschlands Wirtschaftswende

Ein detailliertes Kartenbild der ersten deutschen Grafschaft Tirol mit geographischen Elementen wie Flüssen, Bergen und Städten sowie begleitendem Text und Bildern.

IG-Metall-Chef Gröger warnt vor Sozialkürzungen und fordert Investitionen für Deutschlands Wirtschaftswende

Thorsten Gröger, Vorsitzender der IG Metall für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, hat die wirtschaftliche Lage Deutschlands als "herausfordernd" bezeichnet. Er warnte, dass sich das Land nur zögerlich von der Rezession erhole – im Vergleich zu anderen europäischen Nationen deutlich langsamer. Seine Äußerungen fielen zusammen mit scharfer Kritik an Forderungen nach einem Abbau sozialer Sicherungssysteme.

Gröger richtete sich dabei direkt gegen die AfD und die FDP, die einen Rückbau sozialer Schutzmechanismen vorantreiben. Solche Vorschläge bezeichnete er als "Ablenkungsmanöver", die die eigentlichen wirtschaftlichen Probleme ignorierten. Statt die Erholung zu fördern, schüfen diese Debatten lediglich Unsicherheit und untergruben Fortschritte, so der Gewerkschafter.

Der IG-Metall-Chef skizzierte klare Prioritäten für die Belebung der Wirtschaft. Er forderte einen wettbewerbsfähigen Industrie-Strompreis, um die Kosten für Unternehmen zu senken. Zudem verlangte er mehr Unterstützung für Zukunftstechnologien und betonte die Notwendigkeit von Innovation. Gröger drängte außerdem auf schnellere öffentliche Investitionen in Infrastruktur, Energiewende-Projekte und Forschung, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu sichern. Um die europäische Industrie zu stärken, schlug er strategische öffentliche Beschaffung vor, die die heimische Wertschöpfung fördert. Zuverlässige Rahmenbedingungen und gezielte Ausgaben würden, so Gröger, Vertrauen bei Unternehmen und Beschäftigten schaffen. Sozialkürzungen hingegen seien sowohl ungerecht als auch wirtschaftlich schädlich – das machte er unmissverständlich klar.

Grögers Aussagen unterstreichen die unterschiedlichen Ansätze zur Bewältigung der deutschen Wirtschaftskrise. Während er auf Investitionen und stabile Politik setzt, plädieren andere für Sparmaßnahmen. Im Mittelpunkt der Debatte steht nun die Frage, ob soziale Sicherungssysteme erhalten bleiben oder abgebaut werden sollten, um das Wachstum anzukurbeln.

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