Hunderte fordern in Mainz Prüfung rechtsextremer Parteien durch Verfassungsgericht
Mia StollHunderte fordern in Mainz Prüfung rechtsextremer Parteien durch Verfassungsgericht
Rund 300 Menschen versammelten sich am Samstag in Mainz, um eine verfassungsrechtliche Überprüfung rechtsextremer Parteien zu fordern. Die Kundgebung war Teil der PRÜF-Kampagne, die das Bundesverfassungsgericht auffordert, diese Gruppierungen zu prüfen. Auf Plakaten standen Sprüche wie „Dürfen wir das nicht wenigstens überprüfen?“ und „Übrigens: Kontrolle schützt die Freiheit“.
Die PRÜF-Kampagne – der Name steht im Deutschen für „prüfen“ – drängt auf offizielle Schritte gegen rechtsextreme Parteien. Ihre Unterstützer:innen verlangen vom Bundesverfassungsgericht eine Bewertung, ob diese Parteien den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Ein solches Verfahren kann jedoch nur vom Bundestag, Bundesrat oder der Bundesregierung eingeleitet werden.
Die Demonstration verlief friedlich, die Polizei meldete keine Zwischenfälle. Das rechtliche Verfahren für ein Parteiverbot bleibt streng: Es bedarf handfester Beweise für verfassungsfeindliche Aktivitäten. Über die Veranstaltung berichtete die Nachrichtenagentur dpa/lrs.
Die Protestaktion spiegelte die öffentliche Sorge über rechtsextreme Tendenzen wider. Eine verfassungsrechtliche Prüfung würde formelle Schritte der höchsten Institutionen erfordern. Die hohen juristischen Hürden für ein Verbot bedeuten, dass jede Entscheidung von einer gründlichen Untersuchung abhängt.
