05 February 2026, 17:26

Henrietta, das Münchner Huhn, erobert den Hauptbahnhof und die Herzen der Stadt

Eine alte Postkarte, die eine Gruppe von Hühner vor einem Zug zeigt, mit Text auf der Postkarte.

Henrietta, das Münchner Huhn, erobert den Hauptbahnhof und die Herzen der Stadt

Ein entlaufenes Huhn sorgt in München für Aufsehen

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Letzte Woche löste ein entlaufenes Huhn in München für Furore aus, nachdem es im Hauptbahnhof der Stadt aufgetaucht war. Der Vogel, der später den Namen Henrietta erhielt, verbrachte eine Nacht bei der Bundespolizei, bevor er mit seiner Besitzerin wiedervereint wurde. Ihr ungewöhnliches Abenteuer wurde schnell zum lokalen Gesprächsthema – selbst aus der Bevölkerung gab es Adoptionsangebote.

Das Abenteuer begann an einem Freitagabend, als Henrietta zwischen den Gleisen des Münchner Hauptbahnhofs umherlief. Bundespolizisten konnten sie schließlich einfangen und nahmen sie vorläufig in Obhut. Sie fütterten sie mit Haferbrei und gaben ihr den Namen Henrietta, während sie die nächsten Schritte klärten.

Nach drei Tagen in Polizeigewahrsam wurde das Huhn an den Vogelnotdienst Olching, einen Vogel-Rettungsdienst, übergeben. Unterdessen hatte seine Besitzerin – eine junge Frau, die Hühner als Hobby hält – verzweifelt nach ihr gesucht. Rund 20 Menschen hatten bereits beim Rettungsdienst angerufen, in der Hoffnung, das inzwischen berühmte Huhn adoptieren zu können.

Wie sich herausstellte, hatte Henrietta die Angewohnheit, in offene Lieferwagen zu hüpfen und sich so quasi "per Anhalter" durch die Gegend fahren zu lassen. Ihre Besitzerin hatte bereits zuvor vor diesem Verhalten gewarnt und andere aufgefordert, Fahrzeugtüren geschlossen zu halten. Diesmal hatte es sie bis zum Bahnhof verschlagen.

Henriettas Geschichte verbreitete sich am 5. Februar 2026 über lokale Medien, darunter BR24, und löste großes Interesse aus. Das Huhn ist nun sicher bei seiner Besitzerin zurück, die vermutlich zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen getroffen hat, um künftige Ausbruchsversuche zu verhindern. Der Vorfall zeigte einmal mehr, auf welch unerwarteten Wegen Tiere an ungewöhnliche Orte gelangen können – und wie hilfsbereit Menschen sind, die ihnen den Weg nach Hause ebnen.