Helmstedt schaltet Notfall-App ab – WhatsApp wird neuer Warnkanal
Lidia HartungHelmstedt schaltet Notfall-App ab – WhatsApp wird neuer Warnkanal
Landkreis Helmstedt stellt BIWAPP-Notfallapp bis Ende 2024 ein
Der Landkreis Helmstedt hat bekannt gegeben, die Nutzung der Notfallwarn-App BIWAPP bis Ende 2024 einzustellen. Als Hauptgründe nannte die Verwaltung die geringe Nutzerzahl und die hohen Kosten. Die Entscheidung hat Auswirkungen darauf, wie Bürger künftig Informationen über Schulschließungen und andere lokale Warnmeldungen erhalten.
Vor der geplanten Abschaltung am 31. Dezember 2024 zählte die App im Landkreis lediglich 1.247 registrierte Nutzer. Die Behörden stellten fest, dass die Plattform sowohl von der Bevölkerung als auch von lokalen Einrichtungen kaum genutzt wurde. Angesichts der jährlichen Kosten im vierstelligen Bereich entschied sich der Landkreis für kostengünstigere Alternativen.
Künftig wird WhatsApp eine größere Rolle bei der Verbreitung wichtiger Informationen spielen. Der kostenlose WhatsApp-Kanal des Landkreises sowie die hauseigene Website, Radio, Fernsehen und Zeitungen bleiben weiterhin centrale Kanäle für dringende Mitteilungen. Schulen erhalten zudem direkte Benachrichtigungen, die sie über ihre eigenen Kommunikationswege an Schüler weiterleiten können.
Bei Großschadenslagen oder Katastrophen werden Warnungen weiterhin über das landesweite Warnsystem verbreitet. Dazu zählen etablierte Apps wie NINA, Katwarn und sogar BIWAPP, um eine lückenlose Krisenkommunikation im großen Maßstab zu gewährleisten.
Der Verzicht auf BIWAPP unterstreicht den Fokus des Landkreises auf zugänglichere und wirtschaftlichere Kommunikationslösungen. Bürger werden auch künftig über mehrere Kanäle – darunter WhatsApp und klassische Medien – mit Notfallwarnungen versorgt. Die Umstellung tritt zu Beginn des Jahres 2025 in Kraft.
