11 January 2026, 03:12

Haus der Kulturen in Stuttgart droht Schließung – Verein kämpft um Überlebensraum

Ein belebter Marktplatz mit Menschen und Ständen auf beiden Seiten und Plakaten in der Mitte.

Haus der Kulturen in Stuttgart droht Schließung – Verein kämpft um Überlebensraum

Der Verein Zukunftswerkstatt e.V. steht vor einer ungewissen Zukunft, nachdem ihm überraschend die Kündigung des Mietvertrags für das Haus der Kulturen in Stuttgart zugestellt wurde. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hat das Haus der Kulturen in Stuttgart angewiesen, die Räumlichkeiten bis zum 20. Oktober 2025 zu räumen. Die Entscheidung hat die ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen fassungslos zurückgelassen und wirft Fragen nach dem Fortbestand wichtiger sozialer Angebote in der Region Stuttgart auf.

Die Kündigung kam ohne Vorwarnung und zwingt den Verein, sich auf einen abrupten Abschied vorzubereiten. Das Haus der Kulturen, eine zentrale Anlaufstelle für Migrations- und Integrationsarbeit in Stuttgart, droht nun zu schließen – ein herber Verlust für die Gemeinschaft. Stuttgarts Oberbürgermeisterin Petra Broistedt hat bereits interveniert und die Bundesbehörde aufgefordert, die Entscheidung rückgängig zu machen oder einen Ersatzstandort in Stuttgart zu finden.

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Die BImA hat unterdessen mit der Suche nach einem alternativen Standort in Stuttgart begonnen. Ziel ist es, die Arbeit des Vereins ohne Unterbrechung fortführen zu können. Die Stadtverwaltung weist daraufhin, dass Bürger:innen aktuelle Informationen zum Sachstand über die Messenger-Dienste Telegram und Notify abrufen können. Bei Fragen hilft Verwalt, der digitale Wegweiser der Stadt, mit schnellen Antworten und vermittelt die richtigen Ansprechpartner. Feedback zur Handhabung der Angelegenheit durch die Stadt kann unter IhreMeinung@unsere-website eingereicht werden.

Die plötzliche Räumungsanordnung gefährdet jahrelange Integrations- und Sozialarbeit der Zukunftswerkstatt e.V. Sollte bis Oktober 2025 keine Lösung gefunden werden, droht der Region Stuttgart der Verlust einer unverzichtbaren Ressource für Migrant:innen und benachteiligte Gruppen. Stadt und Bundesbehörde stehen nun unter Druck, bis zum Stichtag eine tragfähige Alternative in Stuttgart zu finden.