31 January 2026, 23:22

Hannovers Kriminalstatistik 2024: Weniger Diebstähle, aber mehr Gewalt und Angriffe auf Einsatzkräfte

Eine Liniengraphik, die die Mordraten pro 100.000 Menschen in den Vereinigten Staaten zeigt, mit zwei Linien, einer blauen und einer roten, die die Raten in jedem Bundesstaat darstellen.

Hannovers Kriminalstatistik 2024: Weniger Diebstähle, aber mehr Gewalt und Angriffe auf Einsatzkräfte

Das Polizeidirektion Hannover hat den Bericht zur Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2024 veröffentlicht. Die Gesamtkriminalität in der Stadt sank auf 110.575 Fälle und verzeichnet damit einen leichten Rückgang gegenüber den Vorjahren. Erstmals wurden in die Auswertung zudem Daten zu 11.099 "nicht PKS-relevanten Straftaten" einbezogen.

Den vollständigen Bericht finden Sie unter: [https://www.pd-h.polizei-nds.de/kriminalitaet/polizeiliche-kriminalstatistik-2024-116731.html]

Der Rückgang der Gesamtstraftaten ist vor allem auf weniger Drogendelikte, Fahrraddiebstähle und einfache Ladendiebstähle zurückzuführen. Doch nicht alle Kategorien entwickelten sich positiv: Häusliche Gewalt stieg um 9,87 %, während die Gewaltkriminalität insgesamt um 1,29 % zunahm. Auch Angriffe auf Polizeikräfte und Rettungskräfte nahmen zu – die Übergriffe auf Beamte stiegen um 4,32 %, auf Einsatzkräfte sogar um 33,33 %.

Lediglich Messerangriffe (–0,85 %) und Sexualstraftaten (–10,17 %) gingen zurück. Die häufigsten Delikte blieben vorsätzliche einfache Körperverletzungen, einfache Diebstähle und Ladendiebstähle.

Nichtdeutsche Tatverdächtige sind nach wie vor überproportional an den Fallzahlen beteiligt, ihre Zahl steigt weiter an. Die Gesamtzahl der jugendlichen Tatverdächtigen sank zwar leicht, doch die Gewaltkriminalität unter jungen Straftätern nahm um 9,98 % zu.

Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten verwies auf die komplexen Ursachen hinter den Kriminalitätstrends. Sie betonte die Notwendigkeit gezielter Präventionsmaßnahmen und einer besseren sozialen Integration, um den zugrundeliegenden Problemen zu begegnen.

Die PKS 2024 zeigt gemischte Entwicklungen: Während einige Deliktbereiche zurückgingen, verzeichneten andere deutliche Zunahmen. Die Aufklärungsquote liegt bei 61,11 % – ein Indikator für die anhaltenden Herausforderungen in der Strafverfolgung. Die Behörden fordern verstärkte präventive Ansätze, um anhaltende Probleme wie häusliche Gewalt und Jugendkriminalität wirksam zu bekämpfen.

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