30 January 2026, 07:26

Hannover testet dynamische Strompreise an E-Auto-Schnellladestationen

Eine Elektroauto-Ladestation auf einem Parkplatz umgeben von Gebäuden, Bäumen, Strommasten mit Drähten und Fahrzeugen auf der Straße, mit bewölktem Himmel und grasbewachsenem Boden.

Hannover testet dynamische Strompreise an E-Auto-Schnellladestationen

Enercity führt dynamische Strompreise an öffentlichen Schnellladestationen in Hannover ein

Der Energieversorger Enercity hat an öffentlichen Schnellladestationen für Elektroautos in Hannover ein dynamisches Preismodell eingeführt. Das neue System passt die Kosten stündlich an die Vorab-Börsenstrompreise an – ein Novum in Deutschland, das in Zusammenarbeit mit dem Zahlungsdienstleister EV-Pay entwickelt wurde.

Ab Sommer 2025 startet das Projekt an 24 Schnellladestationen in ganz Hannover, die jeweils eine Ladeleistung von 150 Kilowatt bieten. Die Preise werden täglich um 13:30 Uhr für die folgenden 24 Stunden aktualisiert und bewegen sich zwischen 37 und 67 Cent pro Kilowattstunde. Nutzer können die aktuellen Tarife auf der Website von Enercity oder direkt an den Ladesäulen einsehen.

Bezahlt werden kann bequem per Girokarte, Kreditkarte sowie mit Apple Pay und Google Pay. Eine Mitgliedschaft oder spezielle Ladekarten sind nicht erforderlich. Ziel ist es, Autofahrer dazu zu motivieren, ihre Fahrzeuge dann zu laden, wenn viel Ökostrom verfügbar ist – das spart Kosten und verbessert die CO₂-Bilanz.

Dominik Freund, Geschäftsführer von EV-Pay, betonte, dass es sich um das erste System in Deutschland handelt, das gesetzeskonform Echtzeit-Börsenstrompreise in die Ladekosten einbezieht. Das Projekt soll zudem das Ladeverhalten analysieren, die Netzauslastung optimieren und die Nachfrage in schwächer nachgefragte Zeiten verlagern.

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Bei Erfolg könnte das Modell auf weitere Ladestationen bundesweit ausgeweitet werden.

Die dynamischen Tarife ermöglichen günstigeres Laden, wenn erneuerbare Energien im Überfluss vorhanden sind – ein Vorteil für Nutzer und Stromnetz gleichermaßen. Der Testbetrieb in Hannover wird zeigen, wie Fahrzeughalter auf die schwankenden Preise reagieren. Die Ergebnisse könnten die Grundlage für eine flächendeckende Einführung in Deutschland bilden.