17 April 2026, 18:33

Handwerk in Steinfurt kämpft mit Energiekosten und Schwarzarbeit – doch neue Chancen entstehen

Offenes Buch mit dem Titel "Mechanic Institution, for the Advantage of Masters, Journeymen, and Apprenticeships", wahrscheinlich ein Vorschlag für die Gründung einer mechanischen Institution.

Handwerk in Steinfurt kämpft mit Energiekosten und Schwarzarbeit – doch neue Chancen entstehen

Landrat Dr. Martin Sommer empfing kürzlich Vertreter der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf zum jährlichen Austausch

Im Mittelpunkt des Treffens standen aktuelle Herausforderungen und neue Chancen für das lokale Handwerk. Beide Seiten betonten die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit, um gemeinsame Probleme zu bewältigen.

Zu Beginn der Gespräche stand die stark gestiegenen Energiekosten, die durch den anhaltenden Konflikt im Iran weiter in die Höhe getrieben werden. Zusammen mit anhaltenden Lieferkettenstörungen belasten diese Entwicklungen viele Handwerksbetriebe finanziell. Zudem nimmt die Zurückhaltung bei Investitionen zu, was die Situation für lokale Unternehmen zusätzlich verschärft.

Ein weiteres zentrales Thema war die Schwarzarbeit, die sowohl der Kreis als auch die Handwerkerschaft als Gefahr für das Sozialsystem einstuften. Die Bekämpfung dieses Problems bleibt für beide Seiten eine Priorität. Gleichzeitig wurde die duale Berufsausbildung als entscheidend hervorgehoben, um stabile Karrierewege zu sichern und die Nachfolgeproblematik im Handwerk zu lösen.

Der Kreis stellte seine bestehenden Förderangebote vor, darunter Beratungsprogramme für Betriebsübergaben und -übernahmen. Diese Initiativen sollen Handwerker bei Eigentümerwechseln unterstützen und die Kontinuität lokaler Unternehmen gewährleisten.

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Ab dem 1. Januar 2026 treten neue Vergaberegeln für öffentliche Aufträge in Kraft. Sie sollen Bürokratie abbauen und mehr Flexibilität bieten, indem kleinere Losgrößen eingeführt werden – eine Maßnahme, die besonders kleinen Betrieben zugutekommt. Die Handwerkerschaft begrüßte diese Änderung als positiven Schritt für das lokale Handwerk.

Das Treffen endete mit dem Bekräftigen einer vertrauensvollen und engen Zusammenarbeit zwischen Kreis und Handwerkerschaft. Beide Seiten versprachen, den Dialog fortzuführen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.

Die jährliche Zusammenkunft festigte die Partnerschaft zwischen dem Kreis Steinfurt und der Handwerkerschaft. Während neue Vergaberegeln und bestehende Förderangebote dem Handwerk frische Impulse geben, bleiben hohe Energiekosten und Schwarzarbeit drängende Herausforderungen. Beide Seiten werden auch im kommenden Jahr eng zusammenarbeiten, um diese Probleme anzugehen.

Quelle