Haftbefehls Netflix-Doku zeigt schonungslosen Kampf gegen Kokainsucht
H.-Dieter HuhnDeutschlands Drogenbeauftragter Streeck nennt Haftbefehls Doku 'berührend' - Haftbefehls Netflix-Doku zeigt schonungslosen Kampf gegen Kokainsucht
Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck, hat eine neue Netflix-Dokumentation über den Rapper Haftbefehl gelobt. Der unter dem Titel 'Babo – Die Haftbefehl-Story' veröffentlichte Film bietet einen schonungslosen Einblick in den Kampf des Künstlers mit seiner Kokainabhängigkeit und seinen psychischen Problemen. Streeck bezeichnete die Doku als sowohl intensiv als auch zutiefst bewegend.
Die Dokumentation begleitet Aykut Anhan, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Babo, einen 40-jährigen Rapper aus Offenbach. Seit Oktober 2025 verfügbar, zeichnet sie seinen Aufstieg zu einem der größten Rap-Stars Deutschlands nach – und zeigt gleichzeitig, welchen Preis seine Drogensucht gefordert hat. In eindringlichen Szenen ist zu sehen, wie der Musiker sichtbar unter dem Substanzmissbrauch leidet, weit entfernt vom glamourösen Image, das Kokain in der Rap-Kultur oft umgibt.
Streeck, der als Arzt ausgebildet ist, betonte den krassen Gegensatz zwischen der schonungslos ehrlichen Darstellung des Films und der verklärten Darstellung von Drogen in der Musik. Er lobte Anhans Mut, seine Sucht so offen zu thematisieren. Der Drogenbeauftragte hob hervor, wie die Dokumentation die verheerenden persönlichen Folgen des Drogenkonsums schonungslos offenlegt.
Der Film ist Teil des wachsenden Angebots an Musikdokumentationen bei Netflix. Er bietet einen ungeschönten Blick auf die Sucht und stellt die Mythen infrage, die im Rap oft verbreitet werden. Streecks Unterstützung unterstreicht die Bedeutung des Films, um eine Debatte über Drogenmissbrauch und psychische Gesundheit anzustoßen.
