Günther Jauch kauft Loriots historisches Haus am Starnberger See
Günther Jauch hat das ehemalige Wohnhaus von Vicco von Bülow am Starnberger See erworben. Das Anwesen, das einst dem beliebten deutschen Komiker Loriot gehörte, besitzt große kulturelle Bedeutung. Jauchs Kauf folgt seiner langjährigen Bewunderung für Loriots Humor.
Vicco von Bülow, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Loriot, schuf einige der prägendsten komischen Werke Deutschlands. In den 1950er-Jahren veröffentlichte er humorvolle Bücher wie Der unentbehrliche Ratgeber für den Umgang in feiner Gesellschaft und Glücklich verführt: Zwei Experten verraten 20 erprobte Liebestrick. Später drehte er zwei bekannte Filme: Ödipussi (1988) und Pappa ante Portas (1991), beide mit Evelyn Hamann in einer Hauptrolle.
Nicht alle Werke Loriots entstanden in seinem Haus am Starnberger See. Das Imperiale Palace Hotel in Santa Margherita Ligure diente als Drehort für Ödipussi. Die Szene, in der Heinrich Lohse in Pappa ante Portas entlassen wird, wurde im Axel-Springer-Hochhaus in Berlin gedreht. Die Seebrücke Ahlbeck auf Usedom war ebenfalls Schauplatz des Films – hier feierte Renate Lohses Mutter ihren Geburtstag.
Trotz der Bekanntheit des Hauses gibt es keine bestätigten Film- oder Fernsehproduktionen Loriots, die außerhalb dieses Anwesens entstanden wären. Einige Szenen, wie der Speisesaal in Pappa ante Portas, weichen in späteren Versionen von den Originalaufnahmen ab, da Dieter Lohse darin nicht mehr zu sehen ist.
Jauchs Engagement für kulturelle Denkmäler ist nicht neu. Er unterstützte bereits die Restaurierung des Marmorpalais am Heiligen See in Potsdam und zeigte damit sein Engagement für den Erhalt des nationalen Kulturerbes.
Der Verkauf markiert ein neues Kapitel für Loriots ehemaliges Zuhause, das nun in Jauchs Besitz ist. Auch wenn das Haus selbst kein bedeutender Drehort war, bleibt seine Verbindung zu dem Komiker eng. Jauchs Erfahrung in der Denkmalschutzarbeit lässt erwarten, dass das Anwesen in guten Händen sein wird.