15 May 2026, 16:33

Grüne Stahlproduktion: 68-Kilometer-Wasserstoff-Pipeline für Salzgitter AG geplant

Detailreiche Weltkarte mit Vorschlag für Öl- und Gas-Pipelines, enthält Länder, große Städte, Gewässer und Erläuterungstext.

Grüne Stahlproduktion: 68-Kilometer-Wasserstoff-Pipeline für Salzgitter AG geplant

Pläne für eine große Wasserstoff-Pipeline in Norddeutschland nehmen Gestalt an: Genehmigungsverfahren läuft

Die Planungen für eine bedeutende Wasserstoff-Pipeline in Norddeutschland haben einen wichtigen Meilenstein erreicht – das formelle Genehmigungsverfahren ist nun eingeleitet. Die 68 Kilometer lange Trasse soll Wefensleben mit dem Stahlwerk von Salzgitter AG verbinden und im Rahmen des Transformationsprogramms SALCOS die Produktion von „grünem Stahl“ unterstützen. Mit dem Baubeginn wird 2027 gerechnet, die Inbetriebnahme ist für Ende 2029 vorgesehen.

Die Ontras Gastransport GmbH hatte bereits 2020 erste Vorarbeiten für die Pipeline aufgenommen. Das Projekt umfasst eine 68 Kilometer lange Leitung mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern – die bisher größte Einzelbeschaffung des Unternehmens. Die Route führt durch die Landkreise Helmstedt, Wolfenbüttel und Salzgitter, bevor sie das Stahlwerk erreicht.

Der genaue Verlauf wird derzeit noch finalisiert, wie aus einer kürzlich veröffentlichten öffentlichen Bekanntmachung im Amtsblatt von Wolfenbüttel hervorgeht. Vor Baubeginn wird Ontras von Ende Juni bis Anfang August ökologische Untersuchungen durchführen. Dabei soll unter anderem geprüft werden, ob in den betroffenen Gebieten der streng geschützte Europäische Feldhamster vorkommt.

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Sobald die Pipeline in Betrieb ist, soll ab Dezember 2029 kommerzieller Wasserstoff an Kunden geliefert werden. Das Vorhaben ist ein zentraler Baustein des SALCOS-Programms von Salzgitter AG, das darauf abzielt, Kohle in der Stahlproduktion durch Wasserstoff zu ersetzen.

Das Genehmigungsverfahren läuft derzeit auf Hochtouren, parallel dazu werden Gutachten erstellt und die Trassenplanung vorangetrieben. Bei termingerechter Fertigstellung ermöglicht die Pipeline ab Ende 2029 die wasserstoffbasierte Stahlherstellung. Das Projekt markiert einen bedeutenden Schritt zur Reduzierung industrieller CO₂-Emissionen durch grüne Technologien.

Quelle