30 June 2026, 02:23

Großrazzia in Norddeutschland: Zollfahnder zerschlagen mutmaßliches Schleusernetzwerk für Pflegekräfte

Großrazzia gegen Menschenhändler

Großrazzia in Norddeutschland: Zollfahnder zerschlagen mutmaßliches Schleusernetzwerk für Pflegekräfte

Zollfahnder haben in Norddeutschland eine Großrazzia gegen den Verdacht der Einschleusung von Staatsbürgern aus Osteuropa eingeleitet. Rund 100 Beamte durchsuchten sechs Objekte in Bremerhaven und im Landkreis Cuxhaven. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht eine Zeitarbeitsfirma, der vorgeworfen wird, Arbeitskräfte ohne gültige Genehmigungen vermittelt zu haben.

Auslöser für die Untersuchungen war die Ankunft eines belarussischen Staatsbürgers am Flughafen Hannover mit einem polnischen Visum. Den Behörden zufolge sollte die Agentur die Person als Pflegekraft in Privathaushalten ohne gültige Arbeits- oder Aufenthaltserlaubnis einsetzen. Zu den Beschuldigten zählen eine 53-jährige Frau sowie zwei Männer im Alter von 57 und 30 Jahren, allesamt deutsche Staatsbürger aus der Region Cuxhaven.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Inhaberin der Agentur, die 53-jährige Frau, wird zudem beschuldigt, Mindestlöhne nicht gezahlt zu haben. Ihr wird vorgeworfen, Sozialabgaben für etwa 170 Pflegekräfte vorenthalten zu haben. Die Aktion ist Teil einer umfassenderen Ermittlung gegen gewerbsmäßige Schleusungskriminalität.

Bei den Durchsuchungen sicherten die Beamten Beweismaterial. Die Auswertung der Unterlagen werde voraussichtlich mehrere Wochen dauern, hieß es seitens der Zollfahndung. Weitere Anklagen könnten folgen, sobald der Fall voranschreitet.

Den Beschuldigten wird Schleusung, Untreue sowie das Vorenthalten von Sozialabgaben vorgeworfen. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der Behörden, illegale Beschäftigungspraktiken im Pflegebereich zu bekämpfen. Die Ermittler werten das beschlagnahmte Material weiterhin nach weiteren Hinweisen aus.

Quelle