29 January 2026, 23:34

Große Streikwelle legt Hannover ab Februar lahm – Uni, Kliniken und Behörden betroffen

Eine Gruppe von Menschen vor einem Gebäude mit Säulen und einer Tür, die ein Transparent mit Text, Fahnen mit Stangen und Luftballons halten, an einer Klimademonstration in Deutschland teilnehmend.

Große Streikwelle legt Hannover ab Februar lahm – Uni, Kliniken und Behörden betroffen

Öffentlich Bedienstete in mehreren Bundesländern bereiten sich auf eine große Streikwelle in der kommenden Woche vor. Die von der Gewerkschaft ver.di organisierten Arbeitsniederlegungen werden Universitäten, Krankenhäuser und Behörden lahmlegen. Die Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und den Arbeitgebern der Länder stecken vor der dritten Runde im Februar 2026 weiterhin in einer Sackgasse.

Die Streiks beginnen am 2. Februar, wenn die Beschäftigten der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) bis zum 4. Februar die Arbeit niederlegen. Einen Tag später schließen sich die Mitarbeiter von IT.Niedersachsen an – vom 3. bis 5. Februar ruht dann der technische Support vor Ort sowie die Störungsmeldung. Auch am Universitätsklinikum Göttingen (UMG) wird vom 4. bis 6. Februar gestreikt.

Für Montag, den 3. Februar, um 10:30 Uhr, ist eine zentrale Kundgebung vor dem Niedersächsischen Finanzministerium in Hannover geplant. Im Anschluss ziehen die Demonstranten weiter zum Goseriede-Platz. Betroffen von den Ausständen sind zudem die Leibniz Universität Hannover, die Hochschule Hannover, das Landesamt für Statistik sowie mehrere Umweltbehörden.

Auch kritische Dienstleistungen werden eingeschränkt: Die Winterdienst-Arbeiten in Hannover, Hameln und Hildesheim stellen vom 2. bis 4. Februar komplett den Betrieb ein.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Streiks fallen in die Zeit vor der dritten Liga der Tarifverhandlungen, die vom 11. bis 13. Februar 2026 in Potsdam stattfinden soll. Die Gewerkschaft ver.di, unterstützt von der GEW, fordert von der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), die die Länder als Arbeitgeber vertritt, höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen.

Die Arbeitskämpfe werden erhebliche Auswirkungen auf das Gesundheitswesen, die Bildung und die öffentliche Infrastruktur haben. Da die Gespräche erst Mitte Februar fortgesetzt werden, könnten bei ausbleibender Einigung weitere Streiks folgen. Die kommenden Tage werden für beide Seiten zur Bewährungsprobe – der Druck auf eine Lösung wächst.