Göttinger Stadtrat beschließt 168-Millionen-Sanierung des Deutschen Bahnhofs als Kulturzentrum
Ekkehard ScheelGöttinger Stadtrat beschließt 168-Millionen-Sanierung des Deutschen Bahnhofs als Kulturzentrum
Göttinger Stadtrat gibt grünes Licht für Großsanierung des Deutschen Bahnhofs
Der Stadtrat von Göttingen hat den Weg für eine umfassende Sanierung des Deutschen Bahnhofs freigemacht. Das Vorhaben mit einem geschätzten Volumen von knapp 168 Millionen Euro soll in drei Phasen umgesetzt werden. Die Verantwortlichen haben die praktischste und kostengünstigste Variante gewählt, um die Zukunft des Bahnhofs als modernes Kulturzentrum zu sichern.
Der ausgewählte Plan, bekannt als Option 2, sieht den Bau eines zweiten Spielorts neben den bestehenden Werkstätten vor. Dieser Ansatz macht ein provisorisches Ausweichquartier überflüssig und nutzt die Flächen im historischen Gebäude effizienter. Die Sanierung umfasst die Modernisierung der technischen Anlagen, die Verlegung der Werkstätten an einen neuen Standort sowie den Bau eines Blackbox-Theaters neben den notwendigen Instandsetzungsarbeiten am Hauptgebäude.
Oberbürgermeisterin Petra Broistedt hat sowohl die Landes- als auch die Bunderegierung aufgefordert, sich an der Finanzierung zu beteiligen. Sie betonte, dass zusätzliche Mittel entscheidend für den langfristigen Erfolg des Bahnhofs seien. Auch die Kulturdezernentin Anja Krause hob die Bedeutung der Spielstätte für das Göttinger Kulturleben hervor und bezeichnete sie als "wichtigen Anziehungspunkt für Besucher".
Der Stadtplanungsdirektor Frithjof Look unterstrich die Rolle des Bahnhofs für die städtische Entwicklung. Er erklärte, dass ein detaillierter Masterplan die Sanierungsarbeiten leiten werde. Als nächste Schritte stehen die Vorstellung der Pläne vor dem Beirat zur Sanierung des Deutschen Bahnhofs sowie weitere Beratungen im Bauausschuss an.
Das genehmigte Konzept zielt darauf ab, den Deutschen Bahnhof zu modernisieren, ohne seinen historischen Charakter zu beeinträchtigen. Mit einem Budget von fast 168 Millionen Euro sollen die technischen Möglichkeiten ausgebaut und die Spielstätten erweitert werden. Nun wartet die Stadt auf Entscheidungen der übergeordneten Regierungsebenen, um weitere Fördergelder zu sichern.
