02 January 2026, 13:08

Göttinger Hochhaus droht Schließung: Familien frieren seit März in teuren Wohnungen

Ein großes Gebäude mit einem Geschäft im Erdgeschoss und Baumaßnahmen auf der linken Seite.

Heizung funktioniert nicht - Wohnanlage in Göttingen bewohnbar? - Göttinger Hochhaus droht Schließung: Familien frieren seit März in teuren Wohnungen

Göttingen: Hochhauskomplex droht Schließung nach Heizungsausfall im März

Ein Hochhauskomplex in Göttingen steht möglicherweise vor der Schließung, nachdem im März die Heizungsanlage ausgefallen ist. Die Bewohner – viele von ihnen auf Sozialleistungen angewiesen – frieren seitdem bei einigen der höchsten Quadratmetermieten der Stadt. Die Situation hat zu rechtlichen Schritten geführt, da sich die Wohnbedingungen für die Familien verschlechtern.

Seit dem frühen Frühjahr ist die Heizung abgeschaltet, sodass Familien wie die einer 36-jährigen alleinerziehenden Mutter mit vier Kindern in einer Zweizimmerwohnung ohne Wärme auskommen müssen. Der Anwalt Sven Adam hat den Fall vor Gericht gebracht und fordert, dass die Stadt die Bewohner in Notunterkünfte umsiedelt. Zudem drängt er die Behörden, das Gebäude unter Zwangsverwaltung zu stellen – er vermutet, dass die Heizung absichtlich abgestellt wurde, um Kosten zu sparen.

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Der Komplex leidet seit Langem unter strukturellen Mängeln und Schädlingsbefall. Die jüngste Insolvenzanmeldung des Hauptanteilseigners erschwert die notwendigen Reparaturen zusätzlich. Zwar hat die Stadt zugesagt, die Wärmeversorgung bis zum Ende der Heizperiode zu sichern, doch ein dauerhafter Lösungsplan fehlt bisher. Die Hausverwaltung hat auf die Krise noch nicht reagiert. Adams Klage argumentiert, dass die Bewohner nicht sicher im Gebäude bleiben können, was die Möglichkeit aufkommen lässt, es für unbewohnbar zu erklären.

Der rechtliche Druck für Notunterkünfte hält an, während die Bewohner auf Lösungen warten. Angesichts der unklaren Eigentumsverhältnisse und fehlender langfristiger Reparaturzusagen könnte die Stadt bald entscheiden, ob das Gebäude überhaupt weiter genutzt werden darf. Bis dahin harren die betroffenen Familien in einer unsicheren Situation aus – mit hohen Mieten und unzumutbaren Wohnbedingungen.