Göttinger CDU will Döner-Meile umgestalten – und löst Debatte aus
Ekkehard ScheelGöttinger CDU will Döner-Meile umgestalten – und löst Debatte aus
CDU findet Göttingen schöner ohne Döner
Scharf: Die Göttinger CDU-Fraktion sorgt für Aufsehen. Sie will Imbissbuden, Gemüsestände und Friseursalons aus der Nordstadt verdrängen.
- Dezember 2025, 04:51 Uhr
Die Göttinger CDU hat einen Plan vorgelegt, um den Masterplan Innenstadt der Stadt zu überarbeiten – mit dem Ziel, die städtische Entwicklung strategischer zu gestalten. Besonders umstritten ist dabei der Fokus auf die sogenannte Döner-Meile, einen kurzen Abschnitt der Weender Straße, der für seine von Migrant:innen geführten Geschäfte bekannt ist. Kritiker:innen werfen der Initiative vor, oberflächlich zu sein und auf spaltende Rhetorik zu setzen.
In ihrem Antrag fordert die CDU eine Aktualisierung des 14 Jahre alten Masterplans, um die funktionale Vielfalt im Stadtzentrum zu erhalten und zu stärken. Ziel ist es, Leerstände und Monokulturen zu vermeiden und eine ausgewogene Mischung von Betrieben zu sichern. Allerdings geht der Vorschlag nicht auf die seit Langem bekannten Verkehrsprobleme der Gegend ein – ein zentrales Anliegen von Anwohner:innen und lokalen Händler:innen.
Nun steht der CDU-Antrag auf dem Prüfstand der anderen politischen Gruppen, die sowohl die inhaltliche Substanz als auch den Ton des Vorhabens hinterfragen. Ohne Lösungen für die Verkehrsbelastung oder konkrete Strategien bleibt unklar, welche Wirkung der Plan entfalten wird. Der Stadtrat muss nun abwägen, inwiefern der Antrag den anhaltenden Forderungen nach einem inklusiveren und praxisnahen Ansatz in der Stadtplanung gerecht wird.
