Göttingen plant langfristige Aufwertung des Stadtteils Weende bis 2026
Lidia HartungGöttingen plant langfristige Aufwertung des Stadtteils Weende bis 2026
Göttingen erarbeitet langfristigen Stadtteilentwicklungsplan für Weende
In Göttingen haben die Arbeiten an einem langfristigen Rahmenplan für den Stadtteil Weende begonnen. Ziel des Projekts ist es, die Lebensqualität, öffentlichen Räume und die Infrastruktur in dem Gebiet zu verbessern. Die Stadtverwaltung wird den Plan mit den übergeordneten Bestrebungen abstimmen, die Wohnraumnachfrage in ganz Göttingen durch verdichtetes Bauen zu decken.
Aktuell leben in Weende 19.781 Einwohner auf einer Fläche von 983,8 Hektar, wobei viele Haushalte aus ein oder zwei Personen bestehen. Die Größe des Stadtteils, die vielfältigen Baustrukturen und die starken lokalen Netzwerke bilden eine solide Grundlage für die weitere Konzeption.
In der ersten Phase steht eine Potenzialanalyse des Gebiets an. Dabei werden der Wohnraumbedarf ermittelt und Möglichkeiten zur Konzeptentwicklung geprüft. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen, die bestehende Flächen effizienter nutzen und gleichzeitig öffentliche Freiräume aufwerten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Klimafolgenanpassung: Strategien sollen Herausforderungen wie Hitzeperioden und Starkregen begegnen, um die Widerstandsfähigkeit des Stadtteils langfristig zu sichern. Das fertige Konzept, das bis 2026 vorliegen soll, wird klare Entwicklungsziele für eine nachhaltige Zukunft festlegen.
Einige Vorhaben sind bereits in Umsetzung. 2024 wurden 150 Sozialwohnungen saniert, und bis 2025 entstehen fünf neue Spielplätze. Zudem sind verkehrsberuhigende Maßnahmen auf der Weender Landstraße geplant, sowie der Hausbau von 200 bezahlbaren Wohnungen bis 2027. Federführend ist das städtische Planungsamt, das eng mit dem Niedersächsischen Ministerium für Inneres, Bauen und Integration zusammenarbeitet.
Der Rahmenplan soll einen strukturierten Ansatz bieten, um die Lebensqualität in Weende systematisch zu verbessern. Nach Abschluss der Analyse folgen konkrete Schritte – mit Fokus auf Wohnraum, öffentliche Räume und Klimaresilienz. Das fertige Konzept wird als Leitfaden für die künftige Entwicklung des Stadtteils dienen.
