Göttingen gedenkt am 9. November der NS-Opfer mit bewegenden Feiern
H.-Dieter HuhnGöttingen gedenkt am 9. November der NS-Opfer mit bewegenden Feiern
Gedenkfeier in Göttingen am 9. November 2025: Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus
Am 9. November 2025 findet in Göttingen eine Gedenkveranstaltung statt, um der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. An diesem Tag jährt sich die Reichspogromnacht – die gewaltsamen Ausschreitungen gegen Jüdinnen und Juden in den Nächten vom 9. auf den 10. November 1938. Organisiert von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) und der Stadt Göttingen ist die Öffentlichkeit herzlich eingeladen, teilzunehmen.
Der Abend beginnt um 17:00 Uhr mit einem ökumenischen Gedenkgottesdienst in der St.-Marien-Kirche in Wollershausen. Das Klezmer Project Orchestra (KlezPO) wird während der Feier musikalisch begleiten und eine nachdenkliche Atmosphäre schaffen.
Um 18:00 Uhr folgt eine zweite Gedenkveranstaltung am Synagogenplatz. In diesem Jahr wird die Feier von einem Geschichtsseminar des Max-Planck-Gymnasiums unter der Leitung der Lehrerin Carolin Maltzahn gestaltet. Im Mittelpunkt steht die Erinnerung an vier ehemalige jüdische Schüler aus Göttingen – Albert Rosenberg, Kurt Schloss, Friedrich Karl Polak und Adolf Pauson –, die unter der NS-Herrschaft verfolgt wurden. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von Maren Böhme (Flöte) und Mathias Böhme (Violine). Die Feier markiert zugleich den Auftakt der jährlichen Veranstaltungsreihe des Göttinger Bündnisses zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.
Die Gedenkfeier verbindet die Gemeinschaft im Rückblick auf die Vergangenheit und ehrt diejenigen, die unter dem NS-Regime litten. Sie setzt eine Tradition des Erinnerns fort und stellt sicher, dass die Geschichten der Göttinger jüdischen Schüler nicht in Vergessenheit geraten. Die Öffentlichkeit ist eingeladen, sowohl am Gottesdienst als auch an der Abendveranstaltung teilzunehmen.
