23 December 2025, 07:02

Ghana und Deutschland kommen einer qualifizierten Arbeitskräfte-Partnerschaft näher

Ein Zug verlässt einen Tunnel zwischen Gebäuden.

Ghana und Deutschland kommen einer qualifizierten Arbeitskräfte-Partnerschaft näher

Ghana und Deutschland rücken bei Fachkräftepartnerschaft enger zusammen

Teaser: Ghana steht kurz vor einer strukturierten Fachkräftepartnerschaft mit Deutschland, nachdem zwei hochrangige Minister gezielte Verhandlungen mit großen Arbeitgebern, Arbeitsvermittlungsagenturen und Politikern in Niedersachsen und Berlin geführt haben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ghana und Deutschland unterzeichnen bald Fachkräfteabkommen

Nach hochrangigen Gesprächen im Juli 2024 steht Ghana kurz vor einem offiziellen Abkommen mit Deutschland über die Anwerbung qualifizierter Arbeitskräfte. Zwei ghanaische Minister trafen sich mit deutschen Unternehmen, Arbeitsvermittlern und Entscheidungsträgern, um ein strukturiertes Programm für die Rekrutierung ghanaischer Fachkräfte zu finalisieren. Ziel der Vereinbarung ist es, Arbeitsplätze zu schaffen und gleichzeitig den Transfer von Fachwissen sowie den Schutz der Arbeitnehmer zu gewährleisten.

Bekannte deutsche Konzerne wie Siemens, Bosch, Deutsche Telekom und Volkswagen haben großes Interesse an der Einstellung ghanaischer Fachkräfte signalisiert. Auch Unternehmen wie Jawoll GmbH, Piller und Jungfer sind beteiligt – Jawoll plant sogar die Einrichtung eines Ausbildungszentrums in Ghana. Dort sollen ausgewählte Bewerber Deutschkurse absolvieren und auf den deutschen Arbeitsmarkt vorbereitet werden.

Die Beratungsfirma NAYT Consult hat ein umfassendes Unterstützungsprogramm für ghanaische Jugendliche entwickelt, die nach Deutschland auswandern möchten. Es umfasst Sprachkurse, Arbeitsverträge, Arbeitserlaubnisse, Visumbeantragung und Integrationshilfen. Unterdessen hat der Wirtschaftsrat der CDU ghanaische Unternehmen zu seiner Jahresversammlung eingeladen, um weitere Investitionen und Partnerschaften zu erkunden.

Ghanas Jugendminister George Opare-Addo betonte, das Abkommen belege die wachsende Rolle des Landes auf dem globalen Arbeitsmarkt. Arbeitsminister Abdul-Rashid Pelpuo unterstrich, es gehe vor allem um den Austausch von Fachkenntnissen und nicht um einen „Brain Drain“. Als nächste Schritte stehen die Ausarbeitung eines bilateralen Migrationsrahmens und die Einrichtung von Vorabschulungszentren in Ghana an. Ghanas Botschafter in Deutschland, Professor Ohene Adjei, sicherte die Unterstützung der Botschaft für eine koordinierte Anwerbung und die Wahrung der Arbeitnehmerrechte zu.

Die Vereinbarung ermöglicht es qualifizierten ghanaischen Arbeitskräften, Fachkräftelücken in Deutschland zu schließen und gleichzeitig Berufserfahrung sowie neue Kompetenzen zu erwerben. Die geplanten Schulungszentren und der Migrationsrahmen sollen in Kürze umgesetzt werden. Die Partnerschaft markiert einen wichtigen Schritt zur Stärkung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern.