19 January 2026, 09:14

GEW Niedersachsen: Stefan Störmer zwischen Rückhalt und internen Konflikten

Ein Plakat mit einem Schild-Logo mit einem Stern, Lorbeerkranz und 'Vereinigte Staaten von Amerika'-Banner, begleitet von Text, der 'Der Zustand der Union ist stark - Präsident Joe Biden' in fetter Schrift liest.

Nach Kritik: GEW-Landesvorsitzender Störmer verteidigt sich - GEW Niedersachsen: Stefan Störmer zwischen Rückhalt und internen Konflikten

Stefan Störmer steht seit Mai 2022 an der Spitze der GEW Niedersachsen – eine Amtszeit, die von internen Herausforderungen geprägt war. Seine Wiederwahl im Oktober 2022 erhielt mit fast 77 Prozent der Delegiertenstimmen deutliche Unterstützung. Doch aktuelle Konflikte und strukturelle Probleme haben die Gewerkschaft in die Kritik gebracht.

Störmer übernahm das Amt Mitte 2022 und leitet seitdem einen Landesverband, der aus vier großen, finanziell gut aufgestellten Bezirksverbänden besteht. Schon im Oktober desselben Jahres wurde er mit 76,8 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt – ein klares Zeichen für die breite Zustimmung der Mitglieder.

Eine längere krankheitsbedingte Abwesenheit in der Führungsebene belastete den Vorstand, der in dieser Zeit zusätzliche Aufgaben übernehmen musste. In Berichten wurde keine konkrete Person als Ursache für diese Lücke genannt. Gleichzeitig nahmen die internen Spannungen zu, nachdem die Gewerkschaft ein Tarifabkommen zu Zusatzkrankengeld gekündigt hatte. Störmer begründete diesen Schritt mit finanziellen Zwängen. Kritik an seinem Führungsstil wurde laut, es gab Vorwürfe respektlosen Verhaltens. Diese Vorhaltungen wies er entschieden zurück. Zwar räumte er ein, dass interne Prüfungen mitunter hart wirken könnten, betonte aber, dass bei Fehlverhalten stets Konsequenzen gezogen würden. Rückblickend auf vergangene Turbulenzen stellte er fest, dass die Abläufe innerhalb der Gewerkschaft inzwischen transparenter und stabiler geworden seien. Trotz der Fortschritte gebe es jedoch weiterhin Bereiche, die Verbesserungen erforderten, so Störmer. Die finanzielle Stabilität der Organisation bleibe für ihn trotz der Auseinandersetzungen oberste Priorität.

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Trotz der anhaltenden internen Debatten führt Störmer die GEW Niedersachsen weiterhin mit einem klaren Wiederwahlmandat an. Die Gewerkschaft hat Führungslücken und finanzielle Sorgen angegangen, doch die Diskussionen dauern an. Sein Fokus liegt weiterhin darauf, Prozesse zu optimieren und die Stabilität der Organisation zu sichern.