31 December 2025, 12:57

Gesine Märtens soll neue Schatzmeisterin der Grünen werden – doch nicht alle sind überzeugt

Ein grünes Brett mit verschiedenen darauf wachsenden Pflanzen.

Gesine Märtens soll neue Schatzmeisterin der Grünen werden – doch nicht alle sind überzeugt

Gesine Märtens steht kurz davor, neue Bundesschatzmeisterin der Grünen zu werden. Ihre Nominierung folgte auf den vorzeitigen Rücktritt von Manuela Rottmann, wodurch die Position unvermittelt vakant wurde. Nach wochenlangen internen Diskussionen unterstützen die Parteispitzen nun Märtens.

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Der Prozess begann mit Rottmanns überraschendem Rückzug, der die Grünen zwang, kurzfristig eine Nachfolge zu regeln. Die Parteivorsitzende Franziska Brantner schlug Märtens als einzige Kandidatin vor – Alternativen gab es nicht. Märtens, die dem pragmatischen Realo-Flügel angehört, war zuvor von 2019 bis 2024 als Staatssekretärin im sächsischen Justizministerium tätig.

Innerhalb der Partei gab es zunächst Vorbehalte gegen ihre Eignung, insbesondere wegen ihrer Nähe zur Bundesführung und ihrer begrenzten Erfahrung in Finanzfragen. Dennoch sprach sich der Bundesvorstand für ihre Kandidatur aus. Der Bundesfinanzrat stimmte später mit 22 Ja-Stimmen, 8 Nein-Stimmen und 3 Enthaltungen für sie.

Ihre Bestätigung auf dem Basis-Kongress in Hannover gilt nun als Formsache. Die Delegierten werden voraussichtlich ohne größeren Widerstand den Beschluss finalisieren.

Märtens übernimmt damit eine zentrale finanzpolitische Rolle bei den Grünen und füllt die Lücke, die Rottmanns Abgang hinterlassen hat. Ihr Hintergrund im Justizbereich und ihre Verortung im Realo-Lager könnten ihren Umgang mit den Parteifinanzen prägen. Die Abstimmungsergebnisse deuten auf breite, wenn auch nicht einhellige Unterstützung für ihre Führung hin.