Geistliche beten täglich für Gerechtigkeit im Ahmaud-Arbery-Prozess
Ekkehard ScheelGeistliche beten täglich für Gerechtigkeit im Ahmaud-Arbery-Prozess
Eine Gruppe lokaler Geistlicher hält seit Wochen täglich Gebete vor dem Gerichtsgebäude des Glynn County in Brunswick, Georgia, ab. Damit zeigen sie ihre Unterstützung für die Familie von Ahmaud Arbery während des Prozesses gegen die drei Männer, die seines Mordes angeklagt sind. Die Kleriker versammeln sich seit Beginn des viel beachteten Verfahrens.
Die Initiative Glynn Clergy for Equity formierte sich 2020 nach der Tötung Arberys, die öffentliche Empörung auslöste. Rund 75 Geistliche beteiligen sich an der Gruppe, die von Anfang an gemeinsam reagierte. Noch am Tag der Festnahmen im Mai 2020 veröffentlichten sie eine Stellungnahme.
Der Prozess gegen Gregory McMichael, Travis McMichael und William Bryan begann am 5. November 2021 und soll voraussichtlich zwei Wochen dauern. Den Brüdern McMichael und Bryan wird Mord vorgeworfen; Bryan filmte die Schüsse mit seinem Handy.
Seit drei Wochen versammeln sich Mitglieder wie die Diakonin Willetta McGowen von der St. Mark’s Episcopal Church täglich vor dem Gericht. Sie beten, stehen Arberys Familie bei und gehen auf Demonstranten zu. Zudem organisiert die Gruppe Gesprächsrunden zur Förderung der rassischen Versöhnung, darunter in diesem Jahr drei „Equity Dinners“. Beim letzten Treffen am 21. Oktober 2021, das online stattfand, ging es um die Darstellung von Rassismus in den Medien.
Die Geistlichen bleiben weiterhin prävent vor Ort und setzen sich für mehr Verständigung in der Gemeinschaft ein. Während der laufenden Verhandlung bieten sie der Familie kontinuierlich Rückhalt.
