01 January 2026, 00:54

Flucht, Verrat und Widerstand: Michael Teupels DDR-Schicksal in Helmstedt

Ein aufgeschlagenes Buch mit Schrift darauf.

Flucht, Verrat und Widerstand: Michael Teupels DDR-Schicksal in Helmstedt

Öffentliche Veranstaltung in Helmstedt: Michael Teupel berichtet über seine Fluchtgeschichte als Opfer des SED-Regimes

Am 25. Januar 2026 gibt Michael Teupel in Helmstedt Einblick in seine Haftzeit, Fluchtversuche und die langfristigen Folgen politischer Verfolgung in der DDR. Die von der Landtagsabgeordneten Veronika Bode ausgerichtete Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung jedoch erforderlich.

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Mit nur 18 Jahren versuchte Teupel, aus der DDR zu fliehen, wurde jedoch verraten und zu zwei Jahren Haft in der Strafanstalt Brandenburg-Görden verurteilt. Erst durch ein Freikaufverfahren der Bundesrepublik Deutschland gelang später seine Entlassung. Seine Erlebnisse prägten sein späteres Engagement in der historischen und politischen Bildungsarbeit.

Die unter dem Titel „Verraten und verkauft: Eine Fluchtgeschichte in der Nähe von Helmstedt“ stehende Veranstaltung beginnt um 16 Uhr an einem noch nicht genannten Ort in Helmstedt. Teupel wird über die Haftbedingungen, seinen gescheiterten Fluchtversuch und die systematische Unterdrückung durch den Staat sprechen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, in einer Fragerunde direkt mit ihm ins Gespräch zu kommen. Teupel setzt sich seit Jahren für die Anerkennung anderer Opfer ein – so initiierte er erfolgreich die Umbenennung des Vorplatzes am Helmstedter Bahnhof in Fred-Woitke-Platz, um an einen weiteren DDR-Dissidenten zu erinnern. Sein ehrenamtliches Wirken unterstützt Überlebende und klärt die Öffentlichkeit über diese Phase der deutschen Geschichte auf.

Interessierte müssen sich bis zum 20. Januar 2026 anmelden – per E-Mail unter [email protected] oder telefonisch unter +49 5351 / 424619.

Die Veranstaltung bietet eine authentische Perspektive auf das repressive System der DDR. Teupels Geschichte zeigt die Risiken, die Widerstandskämpfer eingingen, und die langfristigen Folgen ihrer Verfolgung. Sein Vortrag soll dieses Kapitel der Geschichte für kommende Generationen bewahren.