14 April 2026, 00:37

Flexirentengesetz: So klappt der gleitende Übergang in den Ruhestand ab 63

Blauer Hintergrund mit einem Gebäude in der Mitte und dem Text "Unter Bidenomics hat die Arbeitslosenquote 21 Monate in Folge unter 4% gelegen. Das ist die längste Phase in über 50 Jahren."

Flexirentengesetz: So klappt der gleitende Übergang in den Ruhestand ab 63

Seit 2017 ermöglicht das Flexirentengesetz in Deutschland Arbeitnehmern, schrittweise in den Ruhestand zu wechseln, indem sie eine Teilrente beziehen und gleichzeitig weiterarbeiten. Diese Option steht nun ab einem Alter von 63 Jahren offen – und zwar ohne Hinzuverdienstgrenze für diejenigen, die eine vorzeitige Rente erhalten. Besonders attraktiv ist das Modell für Branchen mit Fachkräftemangel oder flexiblen Arbeitszeitregelungen.

Das System der Teilrente erlaubt es Beschäftigten, zwischen 10 und 99,99 Prozent ihrer erworbenen Rentenansprüche in Anspruch zu nehmen, während sie weiterhin erwerbstätig sind. Wer beispielsweise mit 63 Jahren 50 Prozent der Rente bezieht, muss nur auf diesen Anteil einen Abschlag von 7,2 Prozent hinnehmen. Die reguläre Altersgrenze bleibt zwar bei 67 Jahren für alle, die 1964 oder später geboren wurden, doch ein früherer Renteneintritt ist unter diesen Bedingungen möglich.

Ein entscheidender Vorteil: Solange die Teilrente – selbst wenn es nur 0,01 Prozent sind – bezogen wird, werden weiterhin Beiträge zur Pflegeversicherung für pflegende Angehörige geleistet. Zudem wird der steuerfreie Rentenfreibetrag im Jahr des ersten Bezugs festgeschrieben, was für finanzielle Planbarkeit sorgt.

Mit der Abschaffung der Hinzuverdienstgrenze zu Beginn des Jahres 2023 entfiel eine zentrale Hürde für alle, die neben dem Bezug einer vorzeitigen Rente weiterarbeiten. Diese Änderung macht die Teilrente besonders für Branchen mit unregelmäßigen Arbeitszeiten oder projektbasierten Tätigkeiten noch attraktiver.

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Das Modell ermöglicht einen gleitenden Übergang in den Ruhestand: Arbeitnehmer können ihre Arbeitszeit reduzieren und ihr Einkommen durch Rentenbezüge aufstocken. Abschläge fallen dabei nur auf den tatsächlich in Anspruch genommenen Rentenanteil an, während Versicherungsleistungen vollumfänglich erhalten bleiben. Für viele bietet diese Flexibilität eine bessere Balance zwischen Berufsleben und Ruhestand.

Quelle