Finanzexpertin kritisiert Deutschlands Krisenhilfen als ineffizient und teuer
Mia StollFinanzexpertin kritisiert Deutschlands Krisenhilfen als ineffizient und teuer
Ulrike Malmendier, Finanzprofessorin an der Universität von Kalifornien in Berkeley, hat die jüngsten Krisenhilfsmaßnahmen Deutschlands scharf kritisiert. Die ehemalige Wirtschaftsberaterin der deutschen Regierung bezeichnete die Maßnahmen als unpräzise und verschwendungsintensiv. Ihrer Ansicht nach würde ein gezielterer Ansatz nicht nur Kosten sparen, sondern auch unnötige Bürokratie abbauen.
Als Beispiel für eine schlecht konzipierte Politik nannte Malmendier den Tankrabatt. Statt ihn pauschal anzubieten, schlug sie vor, ihn auf Haushalte mit niedrigem Einkommen oder tatsächlichem Bedarf zu beschränken. Durch eine bessere Verknüpfung von Daten, so ihre Argumentation, hätte das Bundesfinanzministerium die 20 Prozent der Bedürftigsten identifizieren können.
Zudem warnte sie davor, dass das aktuelle System falsche Anreize für Leistungsempfänger schafft. Bevor über weitere Umverteilung diskutiert werde, müsse zunächst die Arbeitsmotivation gestärkt werden, betonte sie. Ein gerechteres Steuersystem könnte ihrer Meinung nach sogar einige Steuerdebatten überflüssig machen.
Ihre Vorschläge zielen auf eine bedarfsgerechte Unterstützung ab, statt auf breite, undifferenzierte Maßnahmen. Durch eine präzisere Ausgestaltung der Hilfsprogramme, so Malmendier, ließe sich nicht nur sparen, sondern auch sicherstellen, dass die Hilfe bei denen ankommt, die sie am dringendsten benötigen.
Malmendiers Empfehlungen sollen die Krisenhilfe effizienter gestalten und die Mittelverwendung optimieren. Würden ihre Ideen umgesetzt, könnte der Staat Ausgaben senken und gleichzeitig die Unterstützung zielgenauer steuern. Die Diskussion darüber, wie Deutschlands Hilfsmaßnahmen reformiert werden sollten, wird voraussichtlich weitergehen.






