Familienurne oder Froschgefängnis? Dieses Objekt gibt ein Rätsel auf
Lidia HartungFamilienurne oder Froschgefängnis? Dieses Objekt gibt ein Rätsel auf - Familienurne oder Froschgefängnis? Dieses Objekt gibt ein Rätsel auf
Familienurne oder Froschgefängnis? Dieses Objekt gibt Rätsel auf
Familienurne oder Froschgefängnis? Dieses Objekt gibt Rätsel auf
Familienurne oder Froschgefängnis? Dieses Objekt gibt Rätsel auf
- November 2025, 13:41 Uhr
Ein Familien-Erbstück, das bei Bares für Rares vorstellt wurde, entpuppte sich als seltenes Stück deutscher Handwerkskunst. Jutta Kunze und ihr Sohn Jason hatten gehofft, die große Vase für 1.000 Euro zu verkaufen – doch ihr tatsächlicher Wert lag weit darunter. Die Vase, zunächst für eine Urne gehalten, birgt eine überraschende Geschichte, die mit Kindheitserinnerungen und königlichem Porzellan verbunden ist.
Jutta Kunze und Jason Kunze brachten bei Bares für Rares eine auffällige Vase mit, von der sie annahmen, sie würde einen hohen Preis erzielen. Moderator Horst Lichter vermutete zunächst, es handele sich um eine Familienurne, doch Experten klärten auf: Das Stück stammt aus dem Jahr 1921 und wurde in der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM) gefertigt. Die künstlerische Bemalung war später hinzugefügt worden und verleiht der Vase besonderen dekorativen Charme.
Experte Colmar Schulte-Goltz schätzte den Wert jedoch nur auf 400 bis 450 Euro – weit unter den Erwartungen von Jason, der mit 1.000 Euro gerechnet hatte. Jutta gab zu, sie habe befürchtet, die Gebote würden zu niedrig ausfallen – eine Sorge, die sich schnell bestätigte. Händler Walter „Waldi“ Lehnertz startete das Bieten bei 80 Euro, Ferdinand Resul Adanir bot nur unwesentlich mehr. Enttäuscht beschlossen die beiden, die Vase wieder mit nach Hause zu nehmen.
Für Jutta hat das Stück großen sentimentalem Wert: Sie erinnerte sich, wie ihre Mutter ihr als Kind mit dem Deckel der Vase drohte und behauptete, darin sitze ein Frosch. Als der Verkauf scheiterte, schlug Jason vor, die Vase als Blumenbehälter zu nutzen – und gab dem Familienschatz so eine neue Bestimmung.
Die Vase, einst für ein wertvolles Antiquität gehalten, verließ die Sendung unverkauft. Ihr Weg von der Berliner Porzellanmanufaktur in ein Familienheim – und fast in den Auktionshandel – zeigt nicht nur handwerkliche Meisterschaft, sondern auch, wie emotionale Bindungen manchmal den Marktwert überwiegen. Vorerst bleibt sie ein dekoratives Stück im Haushalt der Kunzes.
