30 January 2026, 14:03

Experten diskutieren neue Strategien gegen die anhaltende Gefahr von Geldautomatensprengungen

Ein Mann im Anzug und Krawatte, der in die Kamera lächelt, mit einem Logo und Text auf der rechten Seite, der lautet "Teil des starken Städtenetzwerks zu sein bedeutet, Zugang zu Wissen und Werkzeugen zu haben, um gewalttätigen Extremismus herauszufordern", und einem unscharfen Hintergrund.

Experten diskutieren neue Strategien gegen die anhaltende Gefahr von Geldautomatensprengungen

Zweitägige Konferenz zu Geldautomatensprengungen in Osnabrück

Am 16. und 17. September 2025 fand in Osnabrück eine zweitägige Fachkonferenz zum Thema Geldautomatensprengungen statt. Veranstaltet vom Bundeskriminalamt (BKA) und dem EU-Projekt ISF LUMEN, trafen sich Sicherheitsexperten aus ganz Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz, Österreich sowie Vertreter von Europol, um die anhaltende Bedrohung durch Angriffe auf Geldautomaten zu bekämpfen.

Die Bekämpfung von Sprenganschlägen auf Geldautomaten zählt seit Jahren zu den Prioritäten der deutschen Polizei und Staatsanwaltschaften. Zwar ist die Zahl der Vorfälle deutlich zurückgegangen – allein 2023 wurden noch 461 Fälle registriert –, doch dominiert nach wie vor der Einsatz fester Sprengstoffe, der etwa 85 Prozent der Angriffe ausmacht. Die Behörden führen den Rückgang auf erfolgreiche Ermittlungen und den anhaltenden Druck auf kriminelle Netzwerke zurück.

Im Mittelpunkt der Konferenz standen praxisnahe Lösungsansätze, darunter bewährte Ermittlungsmethoden und alternative Sicherheitsmaßnahmen. Experten diskutierten zudem den wachsenden Bedarf an grenzüberschreitender Zusammenarbeit, da viele Täter in mehreren Ländern aktiv sind. 2023 stieg die Zahl der identifizierten Tatverdächtigen auf 201 – ein Anstieg gegenüber 128 im Vorjahr –, was auf verbesserte Aufklärungsarbeit hindeutet.

Trotz der Fortschritte warnen die Behörden jedoch vor anhaltend hohen Risiken. Das rücksichtslose Verhalten der Täter, etwa bei gefährlichen Fluchtversuchen, gefährdet weiterhin Unbeteiligte und Einsatzkräfte.

Die Konferenz in Osnabrück zeigte sowohl Erfolge als auch weiterhin bestehende Herausforderungen im Kampf gegen Geldautomatensprengungen auf. Da feste Sprengstoffe nach wie vor die Hauptmethode darstellen, setzen sich die Sicherheitsbehörden für eine stärkere internationale Zusammenarbeit ein. Die Veranstaltung unterstrich die Notwendigkeit kontinuierlicher Anstrengungen, um die Fallzahlen weiter zu senken und die Öffentlichkeit zu schützen.

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