18 January 2026, 01:30

Eurofighter üben am Flughafen Münster-Osnabrück für Drohnenabwehr

Ein detailliertes altes Stadtplan von Schlesisch, Deutschland, das die Schlacht von Wallers-Friedersdorf mit Text und Zahlen hervorhebt und Straßen, Gebäude und andere Gebietmerkmale zeigt.

Eurofighter üben am Flughafen Münster-Osnabrück für Drohnenabwehr

Flughafen Münster-Osnabrück (FMO) wird diese Woche Schauplatz einer Übung der deutschen Luftwaffe. Vier Eurofighter des Luftwaffenverbands 71 „Richthofen“ werden am Mittwoch und Donnerstag Start-, Lande- und Betankungsmanöver durchführen. Ziel der Ausbildung ist es, sich auf mögliche Störungen an militärischen Flugplätzen durch Drohnenangriffe vorzubereiten.

Die als „Richthofen Shield 2025“ bezeichnete Übung ist Teil umfassender Vorbereitungen der Bundeswehr. Militärplaner testen zivile Flughäfen als Ausweichstandorte für den Fall, dass Militärbasen angegriffen oder in ihrer Funktionsfähigkeit beeinträchtigt werden. Erst Anfang dieser Woche hatte dieselbe Staffel ähnliche Abläufe am Flughafen Bremen geprobt.

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Die normalerweise in Wittmund (Niedersachsen) stationierten Eurofighter werden am FMO mehrere Anflüge und Starts absolvieren. Die Behörden betonen, dass die Übung so konzipiert ist, dass Beeinträchtigungen für Geschäfts- und Urlaubsreisende auf ein Minimum beschränkt bleiben. Bisher gibt es keine Aufzeichnungen darüber, ob am Flughafen Münster-Osnabrück bereits eine militärische Großübung dieser Art stattgefunden hat. Offizielle Stellen sehen den Standort zudem als mögliche langfristige Alternative für militärische Luftoperationen. Das Ziel besteht darin, auch in Krisenzeiten einen reibungslosen Flughafenbetrieb zu gewährleisten – sowohl für zivile als auch für verteidigungsrelevante Anforderungen.

Die zweitägige Übung soll die Eignung des FMO für militärische Zwecke in Notfällen bewerten. Bei einem erfolgreichen Verlauf könnte der Flughafen künftig regelmäßig als Ausweichstandort für die Luftwaffe dienen. Die Manöver spiegeln die wachsende Sorge vor drohnenbedingten Bedrohungen für die Luftfahrtinfrastruktur in Deutschland wider.