Eltern in Northeim schlagen Alarm: Grundschulen am Limit durch Personalmangel und Überlastung
Ekkehard ScheelNormaler Unterricht kaum möglich? Kritik an der Regierung - Eltern in Northeim schlagen Alarm: Grundschulen am Limit durch Personalmangel und Überlastung
Eltern im Landkreis Northeim haben schwere Bedenken bezüglich der Unterrichtsbedingungen an örtlichen Grundschulen geäußert. Sie beschreiben die Situation als "kaum noch machbar und fast schon an Zauberei grenzend" – bedingt durch Personalmangel und wachsende Herausforderungen in den Klassenzimmern. Das niedersächsische Kultusministerium hat reagiert und eingeräumt, dass die Probleme über den Landkreis hinausgehen.
Das Ministerium bestätigt, dass Teamteaching an allen Grundschulen in Northeim bereits Standard ist. Dennoch berichten Eltern von anhaltenden Schwierigkeiten mit Verhaltensauffälligkeiten, Sprachbarrieren und einem Mangel an Fachpersonal. Viele Klassen sind überlastet, da Lehrkräfte komplexe Bedürfnisse ohne ausreichende Ressourcen bewältigen müssen.
Das Ministerium räumt ein, dass es in der Region an speziell ausgebildeten Förderlehrkräften fehlt. Als Lösung verweisen die Verantwortlichen auf das Startchancen-Programm, das Schulen mit vielen Schülerinnen und Schülern mit geringen Deutschkenntnissen zusätzliche Mittel zur Verfügung stellt. Bisher liegen jedoch keine konkreten Angaben dazu vor, wie viele Schulen in Niedersachsen – und insbesondere in Northeim – für die Förderung infrage kommen.
Die Eltern fordern nun dringend Maßnahmen. Sie verlangen mehr Personal und bessere Finanzierung, um sicherzustellen, dass Kinder die Bildung erhalten, die sie benötigen. Das Ministerium hat die Sorgen anerkannt, betont aber, dass die Probleme in Northeim ein überregionales Phänomen widerspiegeln.
Mit dem Startchancen-Programm will das Ministerium Schulen mit benachteiligten Schülerinnen und Schülern entlasten. Ohne klarere Daten zur lokalen Teilnahme bleiben Eltern jedoch unsicher, wann sich die Bedingungen verbessern werden. Vorerst arbeiten die Klassen in Northeim weiter unter erheblicher Belastung.