Dresdner Innenstadt: 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem Krieg erfolgreich entschärft
Lidia HartungWeltkriegsbombe in Dresden entschärft: Zünder vor Ort detoniert - Dresdner Innenstadt: 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem Krieg erfolgreich entschärft
Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Dresdner Innenstadt entschärft
Eine im Zweiten Weltkrieg abgeworfene Bombe, die im Zentrum Dresdens entdeckt wurde, ist nach einem zweistündigen Einsatz von Kampmittelräumdiensten erfolgreich entschärft worden. Der Sprengkörper, der in der Nähe der eingestürzten Carolabrücke gefunden wurde, zwang wegen der hohen Explosionsgefahr zur Evakuierung von 18.000 Anwohnern. Die Behörden setzten ein kontrolliertes Verfahren ein, um den gefährlichsten Teil der Bombe – den Zünder – vor Ort unschädlich zu machen.
Die 250 Kilogramm schwere Blindgängerbombe war bei einer routinemäßigen Munitionsüberprüfung auf der Neustädter Seite der Elbe aufgespürt worden. Anders als manche Kriegsbomben mit Doppelzündern verfügte dieser Sprengkörper nur über einen einzigen Auslösemechanismus. Allerdings war er durch den ursprünglichen Abwurf stark beschädigt, sodass eine manuelle Entschärfung als zu riskant galt.
Die Polizei richtete eine Sperrzone mit einem Radius von 1.000 Metern um den Fundort ein und räumte das Gebiet, bevor die Spezialisten mit ihrer Arbeit begannen. Das Entschärfungskomando setzte einen Hochdruck-Wasserstrahlschneider ein, um den Zünder zusammen mit dem Bombenboden zu entfernen. Dieser Ansatz war entscheidend – ein Scheitern hätte die kontrollierte Sprengung der gesamten Bombe vor Ort erfordert, was massive Zerstörungen zur Folge gehabt hätte.
Nach der Bergung wurde der Zünder vor Ort vernichtet, wobei nur ein kleines Fragment zurückblieb. Der gesamte Einsatz dauerte zwei Stunden; das Team stellte sicher, dass keine weitere Gefahr bestand.
Die erfolgreiche Entschärfung verhinderte mögliche Verwüstungen in einem dicht besiedelten Gebiet. Die Dresdner Kampmittelräumdienste hielten sich strikt an die Vorgaben und setzten moderne Techniken ein, um den Sprengkörper ohne Zwischenfälle unschädlich zu machen. Solche Einsätze sind in Deutschland keine Seltenheit: Jährlich werden Hunderte nicht explodierter Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt und entschärft.
