Dr. Anna Kröner leitet Digitalisierungsprojekt für 14 Bundesländer und prägt die Justiz der Zukunft
H.-Dieter HuhnDr. Anna Kröner leitet Digitalisierungsprojekt für 14 Bundesländer und prägt die Justiz der Zukunft
Dr. Anna Kröner ist zur Richterin am Landessozialgericht in Celle ernannt worden. Ihre Berufung fällt mit der Übernahme der Leitung des Eureka-Fach-Konsortiums zusammen, eines zentralen Projekts zur Digitalisierung der Justiz. Das System wird bereits in 14 Bundesländern eingesetzt und unterstützt bundesweit über 220 Gerichte.
Dr. Kröner begann ihre Laufbahn im Januar 2015 im Sozialgerichtsbereich Niedersachsen-Bremen. Im April 2020 stieg sie zur Richterin am Sozialgericht Braunschweig auf. Ihr Schwerpunkt lag stets auf der Modernisierung gerichtlicher Abläufe, darunter die Einführung des elektronischen Aktenprogramms e2A.
Die Eureka-Fach-Anwendung optimiert Arbeitsprozesse in sowohl richterlichen als auch verwaltungstechnischen Bereichen. Sie kommt in vier Fachgerichtszweigen zum Einsatz und gilt als das größte Entwicklungsnetzwerk seiner Art. Das Projekt steht unter niedersächsischer Federführung, wobei das Justizministerium für das Management verantwortlich zeichnet.
Katrin Rieke, Präsidentin des Landessozialgerichts (LSG), begrüßte Kröners neue Rolle. Sie betonte die Bedeutung, dass eine Richterin aus dem niedersächsisch-bremischen System eine so zentrale digitale Initiative leitet.
Mit ihrer Ernennung wird Dr. Kröner künftig ihre richterlichen Pflichten mit der Leitung von Eureka Fach verbinden. Das System wächst weiter und bedient Gerichte in 14 Bundesländern. Ihre Führung soll die Digitalisierung der deutschen Fachgerichte maßgeblich prägen.
