25 December 2025, 12:52

Deutschlands umstrittene Abschiebepraxis nach China steht in der Kritik – was passiert mit den Betroffenen?

Ein Buch mit dem Titel "Welt der Probleme", das ein Bild eines Mannes und eines Hundes zeigt, das auf einem Tisch liegt.

Deutschlands umstrittene Abschiebepraxis nach China steht in der Kritik – was passiert mit den Betroffenen?

Deutschland gerät wegen seiner Abschiebepraxis zunehmend in die Kritik, nachdem es in den vergangenen Jahren Dutzende Menschen nach China abgeschoben hat. Die Debatte gewann an Fahrt, nachdem Thailand für ähnliche Maßnahmen scharf angegriffen wurde. Beamte in Berlin schweigen sich jedoch darüber aus, was mit den Abgeschobenen nach ihrer Ankunft in China geschieht.

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Allein im Jahr 2025 wurden bis August 45 Personen aus Deutschland nach China abgeschoben. Dies folgt auf 68 Abschiebungen im Jahr 2024 und 59 im Jahr 2023 – Zahlen, die Fragen zur Einhaltung internationaler Schutzstandards aufwerfen.

Die Diskussion verschärfte sich, nachdem Thailand 40 Uiguren nach China abgeschoben hatte, was zu scharfer Verurteilung durch die US-Regierung und UN-Menschenrechtsexperten führte. Diese argumentierten, solche Maßnahmen verletzten das Non-Refoulement-Prinzip, das es verbietet, Menschen in Länder abzuschieben, in denen ihnen Verfolgung droht. Internationale Medien berichteten ausführlich über den Fall, was den Druck auf Regierungen in ähnlichen Situationen erhöhte.

Auch Deutschlands Vorgehen steht nun in der Kritik. Ein viel beachteter Fall betraf eine uigurische Frau aus Niedersachsen, die laut Berichten die türkische Staatsbürgerschaft besaß, dennoch aber nach China abgeschoben wurde. Das Bundesinnenministerium weigert sich, Auskunft über das Schicksal der Abgeschobenen nach ihrer Rückkehr zu geben – ihre Sicherheit bleibt damit ungewiss. Die Zahlen zeigen einen stetigen Anstieg: Von 59 Abschiebungen im Jahr 2023 stieg die Zahl auf 68 im Jahr 2024. Bis Ende August 2025 wurden bereits weitere 45 Personen nach China zurückgeführt, was den Aufwärtstrend fortsetzt.

Die Abschiebungen aus Deutschland haben in den letzten drei Jahren kontinuierlich zugenommen. Die mangelnde Transparenz über das weitere Schicksal der Betroffenen zieht zunehmend Kritik auf sich. Angesichts wachsender internationaler Aufmerksamkeit könnte die Bundesregierung bald gefordert sein, ihre Praxis offenzulegen und die Einhaltung von Menschenrechtsstandards sicherzustellen.