25 June 2026, 08:19

Deutschland stoppt F126-Fregatten und setzt auf MEKO-A-200 als kostengünstige Alternative

Deutschland stoppt Multi-Milliarden-Dollar-F126-Fregatten-Programm, wählt stattdessen MEKOs

Deutschland stoppt F126-Fregatten und setzt auf MEKO-A-200 als kostengünstige Alternative

Deutschland hat beschlossen, das Fregattenprogramm F126 aufgrund von Verzögerungen und steigenden Kosten zu streichen. Die Bundesregierung prüft nun als Alternative den Kauf von acht MEKO-A-200-DEU-Fregatten des Herstellers ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS). Mit diesem Schritt sollen die Anforderungen an die U-Boot-Abwehr sowie die NATO-Vorgaben erfüllt werden.

Der ursprüngliche Auftrag für die F126 war 2020 an die niederländische Werft Damen Schelde Naval Shipbuilding (DSNS) für rund 10 Milliarden Euro vergeben worden – vorgesehen war der Bau von sechs Fregatten. Die Indienststellung des ersten Schiffs war für 2028 geplant, die vollständige Auslieferung sollte bis 2033 erfolgen. Doch DSNS gab später erhebliche Verzögerungen bekannt, wodurch der ursprüngliche Zeitplan und das Budget nicht mehr haltbar waren.

Ein Wechsel des Auftragnehmers zur Naval Vessels Lürssen (NVL) hätte mehr als 18 Milliarden Euro gekostet. Zudem hätte die Bundesregierung auf mögliche Schadensersatzforderungen gegen DSNS verzichten müssen. In der Folge wurde das Programm eingestellt.

Die vorgeschlagenen MEKO-A-200-DEU-Fregatten würden für die ersten vier Einheiten etwa 6,3 Milliarden Euro kosten, mit einer Option für vier weitere zum Preis von 5,3 Milliarden Euro. Jedes Schiff ist 121 Meter lang, verfügt über eine Verdrängung von knapp 4.000 Tonnen und erreicht eine Geschwindigkeit von über 29 Knoten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Streichung des F126-Programms markiert einen Kurswechsel in der deutschen Marinebeschaffung. Der mögliche MEKO-Auftrag würde der Marine moderne Fregatten für U-Jagd-Einsätze bereitstellen. Die genauen Lieferzeiten und Endkosten hängen von weiteren Verhandlungen mit TKMS ab.

Quelle