Deutsche Bahn stellt Strecke Lüneburg–Hannover für zehn Wochen komplett ein
Lidia HartungTemporäre Störungen im Zugverkehr während der Eisenbahnschienenwartung sorgen für Frustration - Deutsche Bahn stellt Strecke Lüneburg–Hannover für zehn Wochen komplett ein
Bahnreisende zwischen Lüneburg und Hannover müssen sich ab dem 1. Mai auf massive Einschränkungen einstellen. Die Deutsche Bahn stellt den Zugverkehr für zehn Wochen komplett ein, um umfangreiche Gleisbauarbeiten durchzuführen. Betroffen sind sowohl Fern- als auch Regionalzüge – Fahrgäste werden auf langsame Ersatzbusse ausweichen müssen.
Die Sperrung beginnt am 1. Mai; in dieser Zeit fällt der Schienenverkehr zwischen Lüneburg und Hannover vollständig aus. Die Bahn nutzt die Zeit, um 100 Kilometer Gleise sowie 70 Weichen zu erneuern. Der Zugverkehr zwischen Lüneburg und Hamburg läuft hingegen wie gewohnt weiter.
Ersatzbusse übernehmen die eingestellte Strecke, doch die Fahrzeiten verlängern sich nahezu auf das Doppelte. Eine Fahrt nach Hannover, die normalerweise mit dem Zug unter einer Stunde dauert, wird künftig etwa zweieinhalb Stunden in Anspruch nehmen. Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch bezeichnete den Ersatzverkehr als "inakzeptabel" – insbesondere für Pendler im Berufsalltag.
Als Unterstützung für betroffene Reisende wird derzeit eine neue Mitfahrplattform namens Routenretter entwickelt, über die Fahrgemeinschaften während der Sperrung organisiert werden können. Langfristig plant die Deutsche Bahn eine neue Trasse parallel zur Autobahn A7, um die Kapazitäten zu erhöhen und Staus zu verringern. Doch das Vorhaben stößt auf Kritik – sowohl wegen der geschätzten Kosten als auch möglicher Umweltbelastungen.
Weitere Baumaßnahmen stehen bereits an: Für 2029 ist eine komplette Sanierung der Strecke Hamburg–Hannover vorgesehen.
Die zehnwöchige Vollsperrung bringt dringend notwendige Modernisierungen – doch für Fahrgäste bedeutet sie erhebliche Belastungen. Pendler müssen bis zur Wiederinbetriebnahme auf Busse oder alternative Verkehrsmittel ausweichen. Unterdessen bleibt die Diskussion über den Ausbau der Schieneninfrastruktur entlang der A7 weiter kontrovers.
