CDU-Chef Heuer wehrt sich gegen AfD-Kooperationsvorwürfe in Sachsen-Anhalt
H.-Dieter HuhnCDU-Chef Heuer wehrt sich gegen AfD-Kooperationsvorwürfe in Sachsen-Anhalt
Guido Heuer, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag von Sachsen-Anhalt, hat Vorwürfe zurückgewiesen, mit Ulrich Siegmund, dem Spitzenkandidaten der AfD, zusammengearbeitet zu haben. Er bezeichnete die Anschuldigungen als irreführend und erklärte, ein Foto und ein Video von einer Wahlveranstaltung hätten einen falschen Eindruck von ihrem Austausch vermittelt.
Heuer räumte ein, dass der Umgang mit der AfD eine Herausforderung darstelle. Die Partei werde zwar als rechtsextrem eingestuft, besetze aber demokratisch legitimierte Mandate. Er sprach von einem Dilemma, ließ sich darin jedoch nicht in seinen Handlungen einschränken.
Er argumentierte, die CDU solle die AfD inhaltlich bekämpfen, dabei aber parlamentarische Spielregeln einhalten. Gleichzeitig lud er alle Fraktionen – einschließlich der AfD – ein, die Vorschläge der CDU im Landtag zu unterstützen. Heuer fügte hinzu, dass es nicht auf die Herkunft einer Mehrheit ankomme, solange die getroffenen Entscheidungen sachlich fundiert seien.
Er kritisierte die Aufmerksamkeit, die der Vorfall erhalten habe, da sie von zentralen Themen wie Bürokratieabbau und Fachkräftemangel ablenke. Zwar räumte er mögliche Fehlinterpretationen ein, bestand aber darauf, sich von der Kontroverse nicht einengen zu lassen.
Heuer betont, die CDU müsse an ihren Prinzipien festhalten, ohne die komplexen parlamentarischen Dynamiken zu ignorieren. Die Debatte habe andere politische Diskussionen in Sachsen-Anhalt in den Hintergrund gedrängt. Er bleibt dabei: Seine Handlungen seien keine Unterstützung der Positionen der AfD gewesen.
