"Bunt statt braun": Großer Protest gegen AfD-Kinderschutztagung in Hannover
Lidia Hartung"Bunt statt braun": Großer Protest gegen AfD-Kinderschutztagung in Hannover
Für diesen Samstag ist eine Demonstration vor dem Landtag von Niedersachsen geplant. Das Bündnis „Bunt statt braun“ hat die Kundgebung bewusst auf eine Fachtagung zum Kinderschutz abgestimmt, die von der AfD-Landtagsfraktion veranstaltet wird.
Das Bündnis, dem die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers und die Linke vorstehen, erhält breite Unterstützung. Zu den Unterstützern zählen „Omas gegen Rechts“, „Aufstehen gegen Rassismus“, die Gewerkschaften Verdi und GEW, die katholische Kirche, die SPD sowie die Grünen. Unter dem Motto „Unser Regenbogen bleibt bunt“ richtet sich der Protest gegen die AfD.
Die Initiatoren werfen der Partei vor, den Kinderschutz für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Sie stufen die AfD als rechtsextrem ein und behaupten, deren Programm ziele auf die Abschaffung inklusiver Bildung sowie eine ethnonationalistische Umgestaltung der Lehrpläne ab.
Auf der AfD-Tagung sollen Themen wie „Gender-Ideologie“, die angebliche Verharmlosung von Pädophilie, Gewalterfahrungen und frühkindliche Sexualisierung behandelt werden. Organisatorin ist Vanessa Behrendt, familienpolitische Sprecherin der AfD. Als Redner treten unter anderem Uwe Kranz, ehemaliger Präsident des Thüringer Landeskriminalamts, und die EU-Abgeordnete Christine Anderson auf.
Protest und Konferenz finden am selben Tag statt. Das Bündnis will der AfD die Deutungshoheit im Bereich Kinderschutz streitig machen. Die Auseinandersetzung spiegelt die anhaltenden politischen Spannungen um Sozial- und Bildungspolitik wider.






