Brauerei stoppt Produktion in Brunswick
Die Brauerei Oettinger stellt die Produktion an ihrem Standort in Braunschweig im Rahmen eines umfassenden Umstrukturierungsplans ein. Die Entscheidung folgt auf jahrelange rückläufige Bierverkäufe in Deutschland und steigende Produktionskosten. Von der Maßnahme sind rund 120 Mitarbeiter am Standort betroffen.
Der Produktionsstopp in Braunschweig wird sich bis ins nächste Jahr erstrecken. Die Unternehmensführung führt den langfristigen Rückgang des inländischen Bierkonsums als Hauptgrund an. Zudem haben höhere Betriebskosten die Wirtschaftlichkeit des Standorts weiter verschlechtert.
Nur etwa zehn Beschäftigte in den Bereichen Logistik und Materialwirtschaft werden dauerhaft bleiben. Die übrigen Mitarbeiter müssen mit Veränderungen rechnen – das Unternehmen schlägt die Gründung einer Transfergesellschaft vor, die vorübergehende Beschäftigung und Berufsberatung anbieten soll. Dieser Plan bedarf jedoch noch der Zustimmung des Betriebsrats. Die Umstrukturierung spiegelt die allgemeinen Herausforderungen wider, vor denen die deutsche Bierbranche steht. Bisher hat Oettinger noch nicht bekannt gegeben, wer die Transfergesellschaft für die betroffenen Mitarbeiter leiten wird.
Durch den Produktionsstopp müssen die meisten der 120 Braunschweig Mitarbeiter neue Aufgaben finden. Falls genehmigt, würde die Transfergesellschaft ihnen den Übergang in andere Jobs erleichtern. Die Entscheidung der Brauerei unterstreicht die anhaltenden Belastungen, denen sich die deutsche Bierindustrie gegenübersieht.
